Im Todesfall auch an die Versicherungen denken

Der Tod eines geliebten Menschen ist immer ein schlimmer Schicksalsschlag. Trotzdem gibt es sachliche Dinge, die bedacht werden müssen, wenn jemand stirbt. Hier sollte auch an Versicherungen gedacht werden.

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Der Anruf kam mitten in der Nacht. Die geliebte Oma war im Altenheim verstorben; ein schlimmer, wenn auch nicht ganz unerwarteter Schlag für die Familie. Traurig saß man beisammen und wünschte sich nur eins: Zeit zum Trauern. Doch daran war nicht zu denken. Die Beerdigung musste organisiert, ein Restaurant für den Leichenschmaus gesucht und das Heimzimmer geräumt werden. Mehr als genug war zu tun. Was in all der Aufregung unterging, war die Frage der Versicherungen. Dabei muss man hier oft sogar schnell handeln.

Fristen bei Lebensversicherung einhalten

Gerade bei Lebens- und Unfallversicherungen muss man sich an bestimmte, meist sehr kurze Fristen halten. Experten empfehlen hier, den Tod des Versicherten innerhalb von zwei Tagen bei der jeweiligen Versicherung anzuzeigen. Dann gibt es meist keine Probleme mit der Leistungsbeantragung und Auszahlung der Versicherungssumme. Auch in dem Fall, dass der Versicherungsnehmer nicht zugleich der Versicherte war, heißt es, schnell zu reagieren. Denn hier kann die versicherte Person den Vertrag übernehmen und selbst zum Versicherungsnehmer werden.

Kündigen oder übernehmen

Bei anderen Versicherungen ist es so, dass sie mit dem Todesfall automatisch enden. Das ist z. B. bei der privaten Haftpflichtversicherung der Fall. Hier werden nach Meldung des Todes sogar zuviel gezahlte Beiträge an die Erbberechtigten zurückbezahlt. Ist die Familie mitversichert gewesen, kann der Vertrag von ihnen weitergeführt werden. Das gilt auch für andere Versicherungen wie die Rechtschutzversicherung. Auch bei der Hausratversicherung kann der Vertrag übernommen werden, wenn die Räumlichkeiten von den Erben weiter bewohnt werden. Dazu müssen die Beiträge weiterbezahlt werden.

KFZ Versicherung – was tun?

Das gilt auch für die KFZ-Versicherung; wird das Auto des Verstorbenen weitergefahren, ohne dass die Versicherung gewechselt wird, kann man sich hier als Versicherungsnehmer in den bestehenden Vertrag eintragen lassen. Allerdings sollte man auch in diesem Fall den Tod schnell melden, da die Beitragshöhe bei der Fahrzeugversicherung an den neuen Versicherungsnehmer angepasst und neu berechnet wird. Grundsätzlich heißt es also für die Hinterbliebenen eines geliebten Menschen: Auch wenn es schwer fällt, muss man die einzelnen Versicherungen so schnell wie möglich, in vielen Fällen fristgerecht melden, damit es keine Probleme mit Kündigungen, Umschreibungen, Schadensregulierungen oder Auszahlungen gibt.

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