Im Alter mietfrei leben mit Wohn-Riester

Im Alter mietfrei wohnen. Für viele Menschen ist das eine besonders verlockende Form der Altersvorsorge. Deshalb gibt es seit zwei Jahren das umgangsprachliche „Wohn-Riestern“.

Anzeige / Inserat

Den Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen, für viele ist das die beste Form der Altersvorsorge. Aber wie soll man sich denn bei dem derzeitigen generellen Gehaltsgefüge noch Wohneigentum verdienen? Vielleicht mit der umgangsprachlich „Wohn-Riester“ genannten Eigenheimrente. Die wurde 2009 gesetzlich beschlossen, und soll den Immobilienkauf in unseren Landen unterstützen.

Schneller schuldenfrei

Wer bauen möchte und eine Finanzierung braucht, kann deshalb jetzt Riester-Bausparverträge oder auch Riester-Immobiliendarlehen abschließen. Die steuergünstigen Beiträge plus den staatlichen Zulagen werden dann – anstatt sich auf einem Sparkonto zu mehren – direkt zur Darlehenstilgung verwendet. Alle Bauinteressierten, die schon riestern, können seit diesem Jahr sogar den bisher angesparten Batzen Geld entnehmen und zum Bau verwenden. Wer das nicht will, kann auch Teilentnahmen bis zu 75 Prozent tätigen. Grundsätzlich eine gute Sache, denn durch die zusätzlichen Gelder ist die Zinsbelastung natürlich geringer. Der Bauherr trägt die Schulden deutlich kürzer mit sich herum.

Selbstständige sind ausgeschlossen

Berechtigt zum „Wohn-Riestern“ sind alle, die auch normal riestern dürfen. Also gesetzlich Rentenpflichtversicherte, Beamte, pflichtversicherte Landwirte. Entsprechend sind wie beim Riestern auch Selbstständige davon ausgeschlossen. Auch beim förderwürdigen Eigenheim gibt es Einschränkungen. So sind reine Umbauten zum altersgerechten Wohnen oder Sanierungen und Modernisierungen nicht riesterförderfähig.

Ruhesitz in EU-Land

Der Wohnsitz auf Teneriffa allerdings schon, denn solange der Ruhesitz in EU-Land steht und man weiter in die deutsche Rentenversicherung einzahlt, darf man auch im Ausland wohn-riestern. Neben Neubauten ist auch gebrauchtes Wohneigentum als Haus oder Wohnung förderfähig. Auch wer sich in einem Seniorenheim einkaufen will, kann das mit dem „Wohn-Riester“. Ja sogar Genossenschaftsanteile von Wohnungsgenossenschaften können so finanziert werden. Es gilt aber, wie bei Eigentumshaus oder -wohnung auch: Man muss selbst darin wohnen und auch drin bleiben. Wer das Eigenheim wieder verkaufen will, muss entweder erneut kaufen, anderweitig riestern oder die gesparten Steuern nachzahlen. Nicht zu vergessen ist auch, dass mit Rentenbeginn „Riester-Steuern“ fällig werden. Im Fall von „Wohn-Riester“ wird das mietfreie Wohnen in Geldwert umgerechnet und besteuert.


Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...