IGeL Leistungen – Krankenkassen zahlen nicht

IGeL–Leistungen beim Arzt gibt es seit 1998. Diese Diagnose- und Behandlungsmethoden werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Was man als Patient beim IGeLn beachten muss, lesen Sie hier.

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Kennen Sie die folgende Situation? Sie haben einen Termin beim Augenarzt. Noch an der Rezeption werden Sie gefragt, ob Sie Interesse an einer Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung für den Grünen Star (Augenerkrankung) haben. Die Rechnung müssten Sie allerdings selbst zahlen, es ist eine IGeL-Leistung. Mit IGeL sind die individuellen Gesundheitsleistungen gemeint, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Dennoch sind viele davon natürlich sinnvoll. Aber wie erkennt man das als medizinischer Laie, als Patient?

Die besten Tipps

* Lassen Sie sich von Ihrem Arzt genau erklären, welchen Nutzen die Untersuchung hat.
* Fragen Sie nach Risiken, die sich durch die IGeL-Leistung ergeben können.
* Scheuen Sie sich nicht nachzufragen, warum die Kasse die Untersuchung oder Behandlung nicht übernimmt.
* Entscheiden Sie sich nicht gleich.
* Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenversicherung, wie deren Einschätzung ist.
* Holen Sie bei einem anderen Arzt eine zweite Meinung ein.
* Vor der Rechnungsstellung muss der Mediziner mit Ihnen eine Honorarvereinbarung treffen.
* Ist die Leistung umfangreicher, lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag geben.
* Bedenken Sie: Bei vielen Erkrankungen werden die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen von den Kassen getragen, wenn ein begründeter Krankheitsverdacht vorliegt.

Untersuchungs-Beispiele

Individuelle Gesundheitsleistungen können z. B. sein:
* Ultraschall-Untersuchungen von Organen
* Aufbaukuren
* Reisemedizin, Beratung, Impfung
* Blutuntersuchungen
* Zusätzliche Krebsfrüherkennung (z. B. PSA-Bestimmung zur Erkennung von Prostatakrebs)
* Glaukomfrüherkennung
* Schönheitsoperationen
* Entfernen von Tätowierungen
* Alternative Heilmethoden

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