IGEL-Leistungen beim Kinderarzt

Wer heute mit den lieben Kleinen zum Kinderarzt geht, wird sich wundern, was hier alles an zusätzlichen Kosten anfällt. Denn auch für den Nachwuchs gibt es die sogenannten IGEL-Leistungen.

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Die medizinische Versorgung unserer Kinder in Deutschland ist unbestritten sehr gut. Dennoch, es gibt auch beim Kinderarzt Leistungen, die von den Patienteneltern selbst bezahlt werden müssen. Dabei handelt es sich um die sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL).

Atteste und Untersuchungen

Lenchen soll ab Herbst in den Kindergarten. Denn da wird sie drei Jahre alt und die liebende Ganztagsmutti möchte ab dann wieder halbtags berufstätig sein. Der Lieblings-Kiga ist bereits ausgesucht und – so die Eingangsuntersuchung durch den Kinderarzt bestanden wird – zugesagt. Die Mama von Klein-Lenchen staunt aber nicht schlecht als die Mitarbeiterin des Kinderarztes erklärt, dass sie für diese Untersuchung und das Attest ganz schön tief in die Tasche greifen muss. Tja, die Eingangsuntersuchung für den Kindergarten oder den Hort, genauso wie Atteste für Hort, Schule oder Freizeitveranstaltungen, Tauglichkeitschecks, aber auch spezielle medizinische Tests (z. B. bestimmte Hörtests im Babyalter zur Früherkennung) werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen, sondern privat abgerechnet.

Vertrauen ist wichtig

Nicht jede der IGEL-Leistungen in Kinderarztpraxen sind reine Geldmacherei. Viele der angebotenen IGELs machen absolut Sinn, auch wenn die Kasse das vielleicht anders sieht – ganz wie bei uns Erwachsenen. Bevor man also zu schnell „Nein!“ zu einer Leistung sagt, sollte man sich gut informieren. Hierfür kann man z. B. beim eigenen Versicherer oder Verbraucherzentralen rückfragen, wie sie die Notwendigkeit einschätzen. Wichtig ist aber an allererster Stelle das Vertrauen zum Kinderarzt, denn dann kann man sich meist darauf verlassen, keinen Mist angedreht zu bekommen. Auf der anderen Seite gibt es aber natürlich auch Leistungen, die einfach nur ärgerlich sind, aber eben nicht zu vermeiden – wie eben z. B. die Eingangsuntersuchung für die Kita.

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