Versicherung

Höhere Beiträge in der privaten Krankenversicherung

Die Zukunft der privaten Krankenversicherung ist ungewiss. Deutlich höhere Beiträge werden fast von allen prognostiziert, auch aufgrund der Einführung der Gesundheitsreform im Jahr 2007

Die privaten Krankenversicherungen werden auf längere Sicht mit deutlich höheren Beiträgen rechnen müssen. Laut einer Studie der Infratest Sozialforschung und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sind die Beiträge in der privaten Krankenversicherung in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht worden. Damit sind sie mehr als doppelt so stark in die Höhe gegangen wie in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die DIW sieht die effektive Steigerung der Prämien sogar noch deutlicher höher, da Versicherte durch Tarifwechsel oder Einbindung eines höheren Selbstbehalts die Prämien oft senken.

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Es wird auch die gesteigerte Lebenserwartung angeführt sowie die Ärzte die versuchen über die Privatversicherten den Ausgleich zu den gesetzlich versicherten zu bekommen. Mehr als ein Zehntel der Bevölkerung in Deutschland sind in der privaten Krankenversicherung und stehen meiner Ansicht nach vor weiteren Beitragssteigerungen. Die Gesundheitsreform wird die PKV erheblich belasten. Es wird sicherlich nicht sofort deutlich höhere Beiträge nach der Einführung der Gesundheitsreform geben. Aber die Gesellschaften werden sicherlich Punkt um Punkt langsam die Beiträge zu steigern.

Durch die Gesundheitsreform muss es, meiner Meinung nach, sogar deutlich in die Höhe gehen. Die Verwaltung allein zur Berechnung der Altersrückstellung kostet Geld. Zudem wird die Einführung des Basistarifs die Beiträge von allen privaten Versicherten belasten.
Bisher profitierte die private Krankenversicherung davon, sich die Menschen aussuchen zu können. Bestanden Krankheiten, bei denen die privaten hohe Kosten befürchteten, wurde die Aufnahme abgelehnt. Dies ändert sich mit der Gesundheitsreform. Egal welche Krankheit nun vorhanden ist, ist der Basistarif bei einem Wechsel unter den privaten Versicherungen offen für alle.

Auch ALG II Empfänger, die bedürftig sind, belasten die Tarife und damit die Beiträge anderer. Wenn die Vorraussetzungen für die Aufnahme in die private Krankenversicherung gegeben sind, müssen diese auch aufgenommen werden. Bei Hilfsbedürftigkeit wird der Beitrag halbiert auf 250 Euro im Monat. Da auch dies noch viel Geld ist und kaum von diesen Menschen bezahlt werden kann (vom Arbeitsamt werden nur 117 Euro monatlich überwiesen) Fehlt da auch Geld. Alles in allem keine guten Aussichten für die private Krankenversicherung und vielleicht ein langsam sich näherndes Ende der PKV , frage ich mich.

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