Höhe Gehalt für Wechsel in private Krankenversicherung

Update 2012: Will man von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private wechseln, ist die Versicherungspflichtgrenze wichtig, wer ein Jahr über dieser Einkommensgrenze liegt, der kann in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln.

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Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in eine private Krankenversicherung ist bei Arbeitnehmern (Angestellten) nur dann möglich wenn das Gehalt eine bestimmte Grenze überschreitet. Wer ein Jahr über der Einkommensgrenze liegt, der kann die gesetzliche kündigen und in die private Krankenversicherung wechseln.

Kündigung der gesetzlichen Krankenkasse

Wer ein Jahr über der Einkommensgrenze liegt wird freiwilliges Mitglied in der GKV. Die Kündigung bei einer freiwilligen Mitgliedschaft beträgt mindestens 2 Monate. Zum Ende des übernächsten Monats wird die Kündigung dann wirksam. Diese Kündigungsfrist gilt zumindest für die Versicherten bei der AOK und bei den Ersatzkassen, bei den vielen Betriebskrankenkassen ist eine Abweichung möglich (kürzer).

Wer sich Selbständig macht kann als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen KV bleiben, Ausnahmen sind fehlende Vorversicherungszeiten. Bei Selbständigen ist es möglich dass sie zu einem Mindestsatz zu Beginn Ihrer Tätigkeit versichert werden, allerdings setzt die Kasse dabei ein fiktives Monatseinkommen von 1916,25 Euro an auch wenn das tatsächliche Einkommen darunter liegt.

Mindesteinkommen für Arbeitnehmer vor Wechsel in die PKV

Der Angestellte bzw. Arbeitnehmer benötigt ein Mindesteinkommen um in die private Krankenversicherung wechseln zu dürfen. Dabei wird häufig die Beitragsbemessungsgrenze mit der Versicherungspflichtgrenze verwechselt. Für den Wechsel ist ausschließlich die Versicherungspflichtgrenze entscheidend. Diese wird jedes Jahr neu festgelegt und liegt aktuell (im Jahr 2012) bei 50.850 Euro, man nennt die Versicherungspflichtgrenze auch Jahresarbeitsentgeltgrenze. Diese Grenze muss ein Jahr überschritten werden, dann hat man auch das Recht in die private Krankenversicherung zu wechseln. Zum Gehalt gehören neben dem laufenden monatlichen Gehalt auch das Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Überstundenpauschalen, allerdings keine Überstunden die ab und zu mal anfallen. Auch Bonifikationen können nicht dazu gezählt werden.

Angebotsvergleich anfordern

Hat man sich im Kopf für die private Krankenversicherung entschieden, ist die Auswahl der Leistungen, der Beitrag und die dazu gehörende Krankenversicherungsgesellschaft wichtige Eckpfeiler für die zukünftige gesundheitliche Versorgung. Um einen Leistungsüberblick zu bekommen, ist es sinnvoll sich bei einem Makler, der nicht nur eine Gesellschaft vertritt, mehrere Krankenversicherungen zu vergleichen. Das Programm kann Leistungen gegenüberstellen und man kann dann zusammen mit dem Fachmann auch eine Auswertung vornehmen.

Nicht zur Vertragsunterschrift drängen lassen

Hat man sich für eins oder mehrere Leistungspakete entschieden, bitte noch nicht den Vertrag unterschreiben, denn die Auswahl der Gesellschaft ist mit das wichtigste. Es gibt Bilanzkennzahlen für jede Krankenversicherungsgesellschaft, die eine starke Aussagekraft haben. Da gibt es aktuelle Zahlen zu den Verwaltungskosten, Beitragsrückstellungen und auch zu den Provisionen die bezahlt werden. Ist alles geklärt zur Zufriedenheit des Interessenten, macht es oft Sinn noch eine Nacht darüber zu schlafen. Die Entscheidung für eine Krankenversicherung sollte bestenfalls eine Entscheidung für das Leben sein und da darf man ruhig auch mal länger überlegen.

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