Hochmodernes MRT – Operationen am menschlichen Hirn

Ein neues interoperatives MRT welches heute mit einem internationalen Symposium in Tübingen an der Universitätsklinik eröffnet wird kann das Risiko neurochirurgischer Hirneingriffe reduzieren.

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Es ist nichts Neues das bei riskanten Operationen am Menschlichen die Magnetresonanz Tomografie (MRT), auch Kernspintomografie genannt, genutzt wird um den Neurochirurgen genau zu zeigen wo operiert werden muss. Bislang war es aber so dass bei den Patienten meist nur vor und nach der Operation Aufnahmen gemacht wurden. Die Aufnahmen davor dienten dem Neurochirurgen als Anleitung wo genau operiert werden muss und die Aufnahmen danach waren die Kontrolle.

Risiko Hirn OP

Leider war es aber bislang oftmals so dass, das zu operierende Areal sich während der Operation verschoben hatte und deshalb ein- oder mehrmals nachoperiert werden musste. Aufnahmen während einer Operation waren zwar bislang auch möglich, aber dafür musste der Patient bewegt werden um ihn im MRT zu lagern, Bewegung welche ein Risiko für den Patienten bedeutete. Zudem hat der Kernspintomograf im Operationsraum den Nachteil dass die Chirurgen nicht-magnetisches Operationsbesteck verwenden müssen damit das starke Magnetfeld ihnen nicht die Instrumente aus der Hand reißt.

Das neue iMRT

Der neue interoperative MRT(iMRT) mit integrierter Neuronavigation, der heute in Tübingen an der Universitätsklinik, im Rahmen eines MRT-Symposiums, einem internationalen Fachpublikum vorgestellt wird hat für die Neurochirurgie, und somit für den Patienten, enorme Vorteile. Das Gerät kann während zum Patienten hingefahren werden und es können Aufnahmen im Verlauf einer Operation gemacht werden ohne dass der Patient bewegt werden muss. Dadurch wird der Patient geschont und der Arzt hat trotzdem bei Bedarf genaue Aufnahmen und den Verlauf der Operation zu überprüfen.

OP Gerät verschwindet nach der Operation

Das Gerät verschwindet nach der Operation wieder hinter einer Schiebetür. Hierdurch ist das Magnetfeld reduziert und die Operateure brauchen mit ihren herkömmlichen Instrumenten nur zwei Meter Abstand halten. Das irritierende Geräusch der Helium Pumpe fällt hierdurch auch weg und bis auf die Zeit der Aufnahmen herrscht Ruhe im OP. Hier handelt es sich eindeutig um eine sinnvolle Investition in die Zukunft der Hirnchirurgie welche das Uniklinikum Tübingen zusammen mit dem Land gemacht hat.

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