Hilfe und Unterstützung für Senioren im Alltag

Wenn Senioren im Alltag nicht mehr wirklich gut allein zurecht kommen, so gibt es einige Möglichkeiten der Unterstützung, auch wenn die Kinder oder Enkelkinder nicht direkt in der Nähe wohnen.

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Oft ist es so, dass Kinder oder Enkel nicht in der Nähe leben und erst bei einem Besuch merken, dass Eltern oder Großeltern im Alltag nicht mehr wirklich gut alleine zu rechtkommen. Dann ist schnelle Hilfe nötig, um für Entlastung zu sorgen. Alltagshilfen im Haushaltsbereich bieten speziell für Senioren oft Wohlfahrtsverbände, kirchliche Institutionen, ambulante Pflegedienste oder Vereine, oder auch selbständig arbeitende Seniorenassistenten an, die zum Teil sogar ehrenamtlich arbeiten. Zu deren Tätigkeiten zählen Haushaltshilfe, Hausmeistertätigkeiten, Einkaufsservice, Begleitdienste oder auch Essen auf Rädern.

Hilfestellung zu Hause

Oft sind es ja nur die alltäglichen Dinge, die das Leben in den eigenen vier Wänden schwierig machen und Hilfestellungen in diesem Bereich können den täglichen Ablauf sehr unterstützen und erleichtern. Es gibt auch die Möglichkeit osteuropäische Hilfskräfte zu engagieren, aber da muss man aufpassen, dass man nicht in die Situation gerät, diese illegal zu beschäftigen und sich im vorab gut informieren. Wichtig ist natürlich auch ein Hilfesystem aufzubauen, das für den Betroffenen gut erreichbar ist und schnell einsetzt. Das kann ein Nachbar sein, der informiert ist und immer mal wieder schaut.

Hausnotrufsystem

Eine professionellere Möglichkeit ist ein Hausnotrufsystem, welches der ältere Mensch wie eine Uhr um das Handgelenk tragen oder um den Hals hängen kann. Dies sorgt dafür, dass auf Knopfdruck ein Notruf in einer Notrufzentrale eingeht und von dort aus wird nach einem individuellen Plan sofort Hilfe organisiert. Ebenso kann man dort einen täglich Kontrollanruf vereinbaren, einen sogenannten Vitalruf. Erreicht die Notrufzentrale den Angerufenen nicht, so löst auch dies einen Alarm aus. Mit kleinen Hilfsmitteln und Umräumarbeiten innerhalb der Wohnung kann man diese barrierefrei machen, denn die Laufwege sollten nicht durch Stolperfallen wie Teppiche erschwert werden und vor allem gut ausgeleuchtet sein. Ebenso kann man mit einer Toilettensitzerhöhung oder Haltegriffen an den richtigen Stellen sowie weiteren speziellen Hilfsmitteln die Umgebung wesentlich sicherer machen.


Platz in einer Tagespflege

Wenn man sich Sorgen darum macht, dass der Angehörige vereinsamt, so kann man auch einen Platz in einer Tagespflege organisieren. Die Mitarbeiter holen den Senior dann von zu Hause ab, er wird ganztägig betreut und versorgt und abends wieder nach Hause gebracht. Häufig ist in diesen Einrichtungen, deren Hauptanbieter auch wieder Wohlfahrtsverbände, kirchliche Organisationen oder ambulante Pflegedienste sind, auch eine stundenweise Betreuung möglich, die an die Bedürfnisse angepasst ist. Wird ein älterer Mensch sogar pflegebedürftig, so muss dies nicht gleich eine stationäre Unterbringung in einem Seniorenheim bedeuten, denn Pflege lässt sich auch im häuslichen Bereich organisieren. Hier empfiehlt sich eine Beratung in einem Pflegestützpunkt, die zudem noch kostenfrei ist. Dort wird zusammen mit den Betroffenen und Angehörigen ein individuelles Hilfesystem organisiert.

Spezielle Wohnformen

Eine weitere Möglichkeit bieten spezielle Wohnformen, wie ein betreutes Wohnen in der eigenen Wohnung innerhalb einer Wohneinrichtung oder auch der Einzug in eine Senioren-Wohngemeinschaft, in der man sich gegenseitig unterstützt und die restliche Hilfe von außen hinzu kommt. Nicht immer muss man die Kosten für all diese Lösungen privat bezahlen, denn liegt eine Pflegebedürftigkeit vor, so ist die Einstufung in eine Pflegestufe möglich und die Krankenkasse übernimmt einen Teil der Kosten. Außerdem kann man auch für besondere Betreuungsleistungen, zum Beispiel bei Demenzkranken, ohne Einstufung in eine Pflegestufe Gelder bei der Pflegekasse beantragen.

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