Hilfe für Patienten bei der Rechnungsprüfung durch Krankenkassen

Wer eine Rechnung bezahlt, prüft sie vorher auf ihre Richtigkeit. Beim Zahnarzt geraten die Patienten dabei schnell an ihre Grenzen. Jetzt planen die Krankenkassen ihre Mitglieder hier zu unterstützen. Sie wollen nicht mehr nur ihren Rechnungsteil, sondern auch den der Patienten genau prüfen.

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Von Amalgamfüllung bis Zahnersatz. Als gesetzlich versicherter Patient hat man beim Zahnarzt die Wahl zwischen konventionell und günstig oder modern und teuer. Die gesetzlichen Versicherer zahlen nur noch einen Festbetrag je Krankheitsbild, den Rest der Behandlung bezahlt der Patient selbst. Und das geht ins Geld. Das Problem, der Zahnkranke weiß selten, um die Richtigkeit der Rechnungen, die ihm nach Abschluss der Behandlung gestellt wird. Jetzt planen die Krankenkassen ihre Mitglieder hier zu unterstützen. Sie wollen nicht mehr nur ihren Rechnungsteil, sondern auch den der Patienten genau zu prüfen.

Der Alptraum vor dem Zahnarztbesuch

„So, dann machen wir hier unten rechts mal vier Kronen. Oben links ziehen wir zwei Zähne komplett, die dann durch Implantate ersetzt werden. Und unten links wäre es sinnvoll die Amalgamfüllungen zu entfernen und mit moderneren Materialien neu zu füllen. Das ganze kostet dann 5. 789. 342 Euro.“ Alles klar? Viele Zahnarztpatienten teilen diesen oder ähnliche Alpträume vor dem Arzttermin. Ganz so schlimm sehen die Rechnungen nach der Behandlung dann meist zwar nicht aus, ins Geld geht Zahnersatz und Co. aber doch. Wer sich nun aufmacht, um die Rechnung zu prüfen steht schnell vor den sprichwörtlichen böhmischen Dörfern. Denn wer weiß schon, wie viel eine Arbeitsstunde im Zahnlabor kostet, was für die verwendeten Materialien berechnet werden darf und und und.

Hilfe von unerwarteter Seite

Was bleibt dem ahnungslosen Schuldner nun? Er könnte sich Leidensgenossen suchen, im Vorfeld alternative Kostenvoranschläge von anderen Zahnärzten machen lassen. Aber wer will schon mit seinen Zahnproblemen hausieren gehen. Nun kommt Hilfe von beinahe unerwarteter Seite. Die gesetzlichen Krankenversicherer wollen den Patienten hier kompetent zur Seite stehen. Um die Transparenz für die Mitglieder zu verbessern, wollen sie nicht mehr nur ihren Rechnungsteil, sondern auch den Eigenanteil prüfen. Denn der Eigenanteil für die Patienten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Das liegt mit daran, dass dieser nach der Gebührenordnung für Privatversicherte abgerechnet wird. Nun wollen die gesetzlichen Kassen zukünftig auch die Rechnungen, die direkt an den Versicherten gehen, prüfen. Es bleibt zu hoffen, dass die Zahnärzte sich das zu Herzen nehmen und die Rechnungen dann zukünftig wieder zahlbar werden. Egal, ob Amalgam oder Zahnersatz.

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