Heirat danach Rosenkrieg – nicht mit mir

Am Anfang wandelt man auf Wolken und ist rund um die Uhr von dem oder der Einen mehr beflügelt als fasziniert. Vielleicht hätte man doch vor der Heirat ein Paar Gedanken zum Thema “Rosenkrieg” verschwenden sollen ...

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Mit der rosaroten Brille durch die Welt und vor allem durch den Alltag zu schreiten, beflügelt jeden Geist und berührt die Seele. “Endlich habe ich jemanden gefunden, mit dem ich meinen Alltag und mein verbleibendes Leben verbringen will!” Kurz nach der Heirat wandelt man immer noch auf Wolke 7. “Beflügelt!? Was ist mit uns geschehen, dass wir uns inzwischen nicht mal mehr riechen können!?” Wenn man jetzt vorgesorgt hat, geht einem der Rosenkrieg nicht an die Nieren und ans Gemüt – ein sauberer Abgang mit allseitiger Zufriedenheit ohne Zankereien spart allen Parteien viel Theater und Dramen und vor allem Nerven …

Das böse Erwachen hält alle unnötig auf Trab

Das durchschnittliche Verfallsdatum einer guten deutschen Ehe kann auf 14 Jahre nach Eheschluss terminiert werden. Etwas mehr als 60 Prozent aller geschlossenen Ehen in der Republik halten, bis der Tod sie scheidet. Andersrum: Wer denkt vor der Ehelichung an einen Ehevertag, wenn man verblendet durch die Gegend rennt und erst mehr als ein Jahrzehnt auf den Trichter kommt, dass so ein Teil doch auch seine Reize hat. Doch die Erfahrung lehrt insbesondere dann, wenn das Scheitern der einstmals heiß ineinander Verliebten in ein Hauen und Stechen derart ausartet: “Kriegsgefangene werden keine gemacht – egal, ob Kind oder Kegel!” Wer das schon mal durchexerziert hat, hat im Normalfall auch keinen Bock mehr auf ein zweites Mal … ein Ehevertrag schützt gerade vor solch entarteten Auswüchsen in beiderseitigem Interesse.


Existenznot ausschließen

Unter dem Gesichtspunkt der Vorsorge sollte gerade der finanziell schwächer gestellte Partner das Thema “Ehevertrag” ansprechen. Aufteilen kann man sowieso alles. Bei sinnvoller Nutzung eines Vertrages ist im Falle des Falles alles soweit geregelt, dass beide Seiten möglichst auf vergleichbarem Niveau weiterexistieren können.
Wer wirklich liebt – auch wenn sich Wege trennen, braucht keinen Ehevertrag. Sobald beide feststellen, dass es so für beide Seiten nicht weitergehen kann, sollte man sich darüber freuen können, wenn alle auf ihrem weiteren Weg zufrieden voranschreiten können ….

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