Hausratversicherung Raub im Ausland versichert?

Trickdiebstahl und auch grobe Fahrlässigkeit im Ausland sind in der Regel in der Hausratversicherung nicht versichert.

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Die Hausratversicherung deckt auch unter gewissen Vorbehalten einen Raub im Ausland ab. Nicht versichert ist der so genannte Trickdiebstahl sowie bei grober Fahrlässigkeit, wenn der Versicherungsnehmer zum Beispiel alleine auf abgelegenen Straßen unterwegs ist, kann die Versicherung die Schadenszahlung verweigern aufgrund grober Fahrlässigkeit.


Urteil OLG Koblenz

In einem aktuellen Urteil ( 9 U 26/05) hat das Oberlandesgericht Köln gegen eine Versicherung entschieden und dem Versicherungsnehmer Recht gegeben. Der Mann war in Neapel am Tage mit einheimischer Begleitung unterwegs für einen Einkaufsbummel. Bekleidet war er unter anderem mit einem kurzärmeligen Hemd, wobei seine Armbanduhr, eine teure Rolex, gut zu erkennen war.

Hausratversicherung verweigerte Zahlung

Auf der Straße wurde dann versucht ihm die Armbanduhr zu stehlen, in dem der Täter ihm die Rolex vom Arm reißen wollte. Dies gelang nicht sofort und der Versicherungsnehmer wurde ein wenig mitgeschleift und auch verletzt dabei, bis das Armband der Uhr riss und der Räuber das Weite suchte. Die Hausratversicherung verweigerte die Zahlung mit der Begründung der Versicherungsfall sei schuldhaft herbeigeführt worden und deshalb grob fahrlässig. Das Gericht lies diese Argumentation der Versicherung nicht gelten und sieht tagsüber auf einer belebten Straße, auch wenn es in Neapel ist, keine grobe Fahrlässigkeit. Das Gericht sprach dem Versicherungsnehmer eine Entschädigung in Höhe von 8.250 Euro für die wertvolle Rolex-Armbanduhr zu.

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