Hausbesitzer haften für Unfälle durch glitschiges Herbstlaub

Wenn sich Fußgänger auf einem herbstlich glatten Gehweg verletzen, haftet der Hausbesitzer des dahinter stehenden Hauses. Richtig versichert kann man aber ein finanzielles Debakel verhindern. Passieren Unfälle durch glitschiges Herbstlaub haften die Hausbesitzer.

Anzeige / Inserat

Bunt sind schon die Wälder, rot die Stoppelfelder … So schön das Herbstlaub Wälder und Felder in ein farbenfrohes Spektaktel verwandelt, so gefährlich sind glitschige Blätter auf unseren Gehwegen. Hausbesitzer sollten sich nicht darauf verlassen, dass die Stadt schon dafür sorgen wird, dass das Trottoir nicht zur Rutschbahn wird. Denn in vielen Fällen überträgt die jeweilige Gemeinde die Räumpflicht – ähnlich wie im Winter bei Schneefall – auch im Herbst auf die Hausbesitzer. Rutscht nun tatsächlich ein Passant auf dem ungeräumten Bürgersteig aus und verletzt sich, kommen im Zweifelsfall hohe Kosten auf den säumigen Hausbesitzer zu.

Ist der Mieter schuld?
In der Regel überträgt nun seinerseits der Hausbesitzer die Räumpflicht auf die Mieter. Für sie stellt sich aber die Frage, wie oft muss ich eigentlich räumen? Eine allgemein gültige Regelung gibt es hier nicht. Denn selbstverständlich kann niemand die Gehwege 24 Stunden am Tag im Auge behalten und jedes Blatt entfernen. Der gesunde Menschenverstand ist hier gefragt. Passiert doch einmal ein Unfall haftet in erster Linie der Vermieter, der trotz der Pflichtübertragung die Kontrolle der Räumung zu übernehmen hat. Dieser kann dann aber natürlich die Schadensersatzansprüche an den entsprechenden Mieter weiterleiten. Glück hat der Mieter dann, wenn er eine Privathaftpflichtversicherung hat, die dann für die Forderungen einspringt.

Versicherung abhängig vom Eigentumsstand Generell ist eine Haftpflichtversicherung heutzutage eine der wichtigsten Versicherungen, die wirklich jeder haben sollte. Im Bezug auf die Herbstlaub-Situation gilt es für Eigenheimbesitzer, die ihre Immobilie zum eigenen Bedarf nutzen genauso wie für Ferienwohnungsbesitzer, eine Privathaftpflichtversicherung abzuschließen. Denn im Schadensfall von verletzten Fußgängern springt diese dann ein. Anders ist das schon bei Inhabern von Mehrfamilienhäusern oder auch Vermietern von Einfamilienhäusern: Sie haben in der Regel eine Haus- und Grundeigentümer-Haftpflicht. In ihrem Fall übernimmt diese dann die Kosten, die durch eine ungewollte Rutschpartie auf unseren herbstlichen Straßen entstehen können.


Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...