Hartz IV Bezug Sammelleidenschaft Ü-Eiern

Wer Hartz 4 erhält, sollte sich genau überlegen, welches Hobby er sich zulegt. Eine Sammelleidenschaft z. B. kann schnell zur Kürzung der Bezüge führen. Das zeigt ein Überraschungseier-Fall in Nordrhein-Westfalen

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Seit 17 Jahren, also beinahe sein ganzes Leben lang. sammelt ein 23jähriger aus Nordrhein-Westfalen die ebenso bekannten, wie beliebten Überraschungseier. Innen ist Spiel und Spaß, außen lecker Schokolade. Die Sammelleidenschaft teilt er mit seiner Mutter. Woche für Woche kaufen die beiden drei Ü-Eier, genießen die Süßigkeit und erfreuen sich an den Figuren. Jetzt aber hat die Arbeitsagentur Wind von diesem vermeintlich harmlosen Spaß bekommen und findet ihn nicht witzig. Und das kam so!


Reich durch den Stelzenschlumpf

Er und fünf andere Sammelbegeisterte betreiben eine Internetseite, auf der sie ihre Schätze ausstellen. Alles erstmal vielleicht nicht ganz normal, aber auch nicht kriminell. Nun bekam aber die zuständige Arbeitsagentur einen Tipp. Ein Kontoauszug zeigte den aufmerksamen Mitarbeitern einen Kontostand von 70.000 Euro Haben. Die gesammelten Spielfiguren sollen beinahe von unschätzbarem Wert sein – zumal der junge Erwachsene sogar Figuren wie den begehrten Stelzenschlumpf (Wert bis zu 1.000 Euro, kein Spaß) sein Eigen nennen soll.


Ein Gutachten zeigt den wahren Wert

Die Arbeitsagentur reagiert natürlich prompt. Die Behördenmitarbeiter vermuten nämlich hinter der Sammelleidenschaft des Arbeitslosen mehr als Spiel, Spaß und Spannung. Sie gehen davon aus, dass der Hartz-4-Empfänger mit den Spielsachen handelt und sich damit eine goldene Nase verdient. Deshalb plant das Amt jetzt, dem Mann die Bezüge von 287 Euro zu streichen. Der 23jährige hat jetzt selbst die Initiative ergriffen und seine Sammlung begutachten lassen. Das Ergebnis: Seine Figürchen könnte er für insgesamt sagenhafte 27 Euro verkaufen. Wahrscheinlich landet dieser Fall vor dem Sozialgericht.

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