Haftungsfrage bei Schlaglochschäden ist oft strittig

Der harte Winter hat seine Spuren hinterlassen, vor allem auf unseren Straßen. Ein Schlagloch jagt das nächste. Die Schäden an Fahrzeugen, können auch durch kleine Krater immens sein. Wer bei Schlaglochschäden zahlen muss ist oft strittig.

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Durch den harten Winter sehen manche deutsche Straßen aus wie Buckelpisten. Ein Schlagloch jagt das andere. So wird die Fahrt zur Arbeit in vielen Fällen zu einem Abenteuer. Ausweichen ist im fließenden Verkehr oft nicht möglich. Häufig sind die Straßenschäden für den Fahrer auch gar nicht auf den ersten Blick sichtbar. Dann tut’s einen Schlag und schon ist der Stoßdämpfer beschädigt oder es sind andere Fahrzeugteile hinüber. Die Schadenregulierung ist oft teuer. Aber muss man die Kosten selber tragen?

Verkehrsicherungspflicht

Grunsätzlich haftet der Eigentümer der Straße für Schlaglochschäden. Während man als Geschädigter auf einem Kundenparkplatz hier schnell an der richtigen Adresse mit den Forderungen ist, gestaltet sich das Ansinnen auf Schadenersatz oft schwieriger, wenn man auf einer öffentlichen Straße unterwegs war. Hier sind die Gemeinden, Landkreise oder Bundesländer zuständig. Diese unterliegen auch der so genannten Verkehrssicherungspflicht. Das heißt, dass Bund, Land oder Kommune verpflichtet sind, die Straßen in einem angemessenen Zustand zu halten. Zumindest aber müssen an beschädigten Stellen Warnschilder aufgestellt oder ein Tempolimit angeordnet werden, wenn Straßenschäden noch nicht behoben sind. Ist das nicht der Fall, hat man als Geschädigter hier die Chance auf Geld vom Staat. Das Problem: Die Beweislast liegt beim Opfer.

Schäden genau dokumentieren

Wer durch ein Schlagloch auf öffentlicher Straße Schaden genommen hat, sollte deshalb den Krater deutlich vermessen sowie das Loch, die Umgebung und die Schäden am Fahrzeug fotografieren. Wer Zeugen hat, sollte diese auch benennen. Klar, dass man auch die genaue Lage (z. B. Straßenkreuzung XY) angibt. Sinnvoll ist auch einen Kostenvoranschlag für die anstehende Reparatur der Schadensmeldung bei der Gemeinde, dem Bezirksamt oder der Autobahnmeisterei beilegen. Allerdings wird auch vom Fahrer selbst den Straßenumständen angemessenes Fahren erwartet. Wer zu schnell unterwegs ist, wird zumindest teilweise in die finanzielle Röhre gucken. Ein anderer Weg, die Reparaturkosten erstattet zu bekommen, ist denen gegeben, die eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen haben. Alle anderen bleiben auf den Kosten leider sitzen.

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