Haftung bei Schäden durch Schlaglöcher

Der Winter ist vorbei. Zurückgeblieben sind beschädigte Straßen. Schlaglöcher gefährden Autofahrer, Radler und Fußgänger gleichermaßen. Wer aber haftet bei Unfällen durch Schlaglöcher und Co.?

Anzeige / Inserat

Endlich ist er vorbei, der lange und harte Winter 2009/2010. Was haben wir nicht geschippt und gestreut, Scheiben frei gekratzt und dabei gebibbert. Cabrios zischen durch die Straßen, Motorradfahrer entdecken altbekannte Strecken wieder neu und Radler flitzen durch die Städte. Jetzt heißt es aufgepasst: Denn Kälte und Schnee haben nicht nur uns zugesetzt, sondern vor allem auch unsere Straßen, Gehwege und Autobahnen beschädigt.

Schlag auf Schlag auf Deutschlands Straßen

Auf Trottoirs wird das ganze Ausmaß der Schäden deutlich. Eine Platte nach der anderen hebt und senkt sich, grade so wie es ihnen passt. Wer nicht genau hinschaut, kann böse auf die Nase fallen. Ungleich gefährlicher ist es auf Deutschlands Straßen. Ein Schlagloch jagt das andere. Die Unfallgefahr ist jetzt groß. Bestenfalls leidet nur das Auto, schlimmstenfalls landen verunglückte Verkehrsteilnehmer sogar im Krankenhaus. Dann stellt sich die Haftungsfrage. In Deutschland gibt es die so genannte Verkehrssicherungspflicht. Straßen müssen demnach von dem in Ordnung gehalten werden, der für sie zuständig ist. Und das sind meist Städte und Gemeinden. Im Klartext bedeutet das, dass verkehrsgefährdende Zustände schnellst möglich ausgebessert werden müssen. Sonst können Unfallopfer Schadensersatzansprüche geltend machen.

Augen auf im Schilderwald

Die Realität sieht allerdings meist anders aus. Oft ist die Ausbesserung der Schäden aus finanziellen Gründen nicht zeitnah machbar, dann ist nicht jedes Loch gleich tief und damit auch nicht gleich gefährlich und außerdem hat natürlich der Verkehrsteilnehmer die Verpflichtung aufzupassen. Er muss den Fahrstil an die Gegebenheiten anpassen. Daher stellen viele Gemeinden Warnschilder auf. Geschieht dann ein Unfall, sieht es mit einer Zahlung mau aus. Selbst vor Gericht hat man dann oft schlechte Karten. Es lohnt sich dennoch im Einzelfall die Situation zumindest prüfen zu lassen. Denn manchmal hat man ja Glück im Unglück.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...