Haftpflicht für Hebammen zu teuer

Gibt es bald keine Hebammen mehr? Die Haftpflicht ist viel zu teuer.

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Die Arbeit der Hebammen ist wunderschön und gleichzeitig unglaublich riskant. Geht was schief, sind die Folgekosten meist immens. Entsprechend teuer sind Haftpflichtversicherungen für den Beruf der Hebammen.

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Professionelle Unterstützung bei der Geburt

Ein neues Bündel voller Möglichkeiten erblickt das Licht der Welt. Kann irgendjemand diesen Augenblick festhalten für die Ewigkeit? Tja, vielleicht hat ja die Hebamme eine Hand frei. Immer mehr Frauen verlassen sich bei Schwangerschaft und Geburt auf die professionelle Unterstützung einer Hebamme. Natürlich nicht zum Fotografieren, sondern, um das neue Leben gesund zu gebären.
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Nicht nur archaisch, auch riskant

Allerdings ist die Geburtshilfe heute nicht nur archaisch und bewegend, nein, sie ist leider mitunter auch problematisch und riskant. Geht bei der Geburt etwas schief und das Neugeborene oder die Mutter erleiden so schwerwiegende Schäden, das Folgekosten entstehen, muss die selbstständige Hebamme respektive ihre Versicherung dafür gerade stehen. Zwar kommt es nur selten zu solchen massiven Zwischenfällen, wenn aber, dann haftet die Berufshaftpflicht der Hebamme. Man kann sich leicht vorstellen, dass die entstehenden Kosten durch einen Geburtszwischenfall schnell enorm hoch sind.
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Vier-Punkte-Plan von Gröhe

Diese Tatsache hatte zur Folge, dass die Kosten für die Berufshaftpflicht-Versicherung für sebstständige Hebammen in den letzten Jahren explodiert sind; in einer Höhe, die Hebammen nicht bezahlen können. Deshalb ist jetzt die Politik gefragt. Bundesminister für Gesundheit Gröhe hat jetzt einen Vier-Punkte-Plan vorgestellt, der den Geburtshelferinnen helfen soll. So soll zum Beipiel für Hebammen, die nur wenige Entbindungen jährlich durchführen ein Sicherstellungszuschlag eingeführt werden. Außerdem soll die Qualität der Geburtshilfe verbessert werden. Wichtig wäre zusätzlich eine klarere Datenlage zur Arbeit und den Einsatzfeldern von den Hebammen in Deutschland. Besonders umstritten ist allerdings der Vorschlag, einen Regress-Verzicht bei Versicherungen zu erreichen, um die Versicherungskosten für die Hebammen zu senken. Davon begeistert sind vor allem die Krankenkassen nicht, die nicht einsehen, warum sie letztlich Kosten übernehmen sollen, wenn bei der Geburt mit einer Hebamme ein folgenschwerer Fehler passiert.

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