Grundversorgung für Senioren – was ist Telemedizin?

Telemedizin als Grundversorgung für Senioren und Assistenzsysteme zur medizinischen Versorgung und als Warnsystem für über 65jährige, die in den eigenen vier Wänden wohnen wollen, aber chronisch krank oder pflegebedürftig sind, sind nach einer Umfrage der Bitkom von knapp 60 Prozent der Befragten gewünscht.

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Der Wunsch der meisten Senioren über 65 Jahren geht dahin, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Dies geht aus einer Umfrage des Telekommunikationsverbandes Bitkom hervor, bei der knapp 60 Prozent dieser Altersgruppe angegeben haben, dass sie, um selbständig wohnen zu können, auch Telemedizin benutzen würden.

Alarmsysteme

Als Telemedizin bezeichnet man unter anderem Alarmsysteme wie Sturzsensoren und Herzfrequenz- oder Atemstillstandsmesser. Auch eine Erinnerungsfunktion zur Tabletteneinnahme gehört dazu. Über die Hälfte der Befragten würden Tele-Monitoring-Systeme benutzen wollen, welche sich zum Beispiel zur Versorgung von Herz-Kreislauf-Patienten anbieten. Diese funktionieren so, dass über Mobilfunk oder das Internet in regelmäßigen Abständen medizinische Daten wie Puls, Gewicht, Blutdruck oder EKG an ein telemedizinisches Zentrum, einen Arzt oder ein Krankenhaus übermittelt würden.

Telemedizin Senioren

Treten kritische Werte auf, so sind die Mediziner frühzeitig informiert, können entsprechend handeln und somit die Sicherheit des Patienten steigern. Dies führt zu einer 24-Stunden-Betreuung, ohne stationär aufgenommen werden zu müssen. Aufgrund der Umfrage der Bitkom fordert deren Präsident, dass Assistenzsystem wie Tele-Homecare oder Tele-Monitoring in den Angebotskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden sollte. Hiermit wäre im Falle der Pflegebedürftigkeit oder chronischen Erkrankung eine altersgerechte und sichere Betreuung möglich. Die Frage ist aber doch, ob dies wirklich sinnvoll ist. Sicherlich ist ein gut funktionierendes Notrufsystem zu empfehlen, aber ältere Menschen neigen zur Vereinsamung in den eigenen vier Wänden und fraglich ist, ob ein solches „Fernwartungs-System“ für Pflegebedürftige ein Ersatz für regelmäßige Arztbesuche und soziale Kontakte oder gar eine stationäre Aufnahme in ein Pflegeheim oder ein Krankenhaus ersetzen kann.

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