Götz Werner und das bedingungslose Grundeinkommen

Der Unternehmer Götz Werner ist einer von Deutschlands größten Drogisten. Und das mit einem ganz eigenen Weltbild und besonderen – auch wirtschaftlichen – Vorstellungen. So ist er zum Beispiel ein Befürworter des so genannten bedingungslosen Grundeinkommens (BGE).

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Der Unternehmer Götz Werner teilte jüngst mit, dass seine sieben Kinder sein Drogerie-Imperium nicht erben werden. Kinder hätten wohl das Anrecht auf einen guten Start, nicht aber auf ein lebenslanges, prallgefülltes Finanzkissen. Und das ist nicht die einzige, eher ungewöhnliche Ansicht, die der bekennende Antroposoph und Menschenfreund vertritt. Der Mann, der heute zu den 100 reichsten Deutschen gehört, begann seinen Aufstieg mit einer Drogistenlehre.

Vom Drogisten zum Unternehmer

Was mit einer Drogerie begann, wuchs sich bald aus zu der Kette mit Namen DM, die mit über 1.000 Filialen heute in ganz Deutschland, ja sogar schon im benachbarten Ausland zu Hause ist. Mit über 20.000 Mitarbeitern erwirtschaftete sein kunden- und mitarbeiterfreundliches Unternehmen einen Umsatz von ca. 3,75 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Was aber sicher genauso bemerkenswert ist, wie sein Unternehmenskonzept, dass ganz darauf ausgerichtet ist, Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen zufrieden zu stellen, sind seine Ansichten zu drängenden wirtschaftlichen Themen. So sieht er Hartz 4 als einen Verstoß gegen mehrere Artikel des Grundgesetzes; Betroffene würden zum Teil ihre Menschenrechte verlieren. Ja, er vergleicht das Alg 2 sogar mit dem offenen Strafvollzug. Und er bietet gleich auch noch eine Alternativlösung.


Geld ohne Arbeit

Er plädiert schon seit langem für das so genannte bedingungslose Grundeinkommen. Die Idee ist so einfach wie revolutionär. Alle Bürger unseres Landes bekommen eine monatliche Zahlung in gleicher Höhe, alle Steuern entfallen, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Außer der Mehrwertsteuer, die dafür aber deutlichst erhöht wird. Nicht mehr bezahlt werden dafür aber natürlich Hartz 4 und ähnliche sozialen Leistungen, denn die monatlichen Zuwendungen sollten für eine Grundsicherung ausreichen. Wer mehr haben möchte, kann natürlich mehr verdienen – denn zusätzliches Einkommen schmälert nicht das BGE. Wer jetzt einwendet: „Wer arbeitet schon noch, wenn das Überleben gesichert ist?“ Sei selbst gefragt: „Arbeiten Sie nur des Geldes wegen?“ Tatsächlich ist das Modell von Götz Werner realisierbar. Über verkalkulierte Produktpreise, den Abbau von Sozialleistungen, die Erhöhung der Mehrwertsteuer u. ä. wäre eine Grundsicherung von 1.000 Euro für Jedermann durchaus finanzierbar. Wer sich für die Idee von Götz Werner interessiert, kann nachlesen auf der Seite: www.unternimm-die-zukunft.de

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