Gleichberechtigung Frau und Mann bei Versicherungen

Die Gleichberechtigung ist für viele Menschen ein Grundbedürfnis. Bis in alle Bereiche des täglichen Lebens wie z. B. das Versicherungswesen ist die Gleichstellung der Geschlechter allerdings noch nicht gedrungen. Die Branche wird jetzt gesetzlich auch bei Versicherungen dazu gezwungen.

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Lange haben wir Frauen darum gekämpft, den Herren der Schöpfung gleichgestellt zu werden. Wer erinnert sich z. B. nicht an Scarlett O’Hara, eine der ersten emanzipierten Frauen der internationalen Filmgeschichte. Seither haben wir viele Fortschritte gemacht in Sachen Gleichberechtigung. Frauen arbeiten – sogar in Männerberufen –, sie haben Wahlrecht usw. Dennoch gibt es Bereiche in denen die Emanzipation sich noch nicht durchgesetzt hat. Das ist z. B. bisher bei Versicherungen der Fall.

Benachteiligung von Mann und Frau

Von der Ungleichbehandlung in der Versicherungsbranche sind allerdings nicht nur die Frauen betroffen. Je nach Sparte werden wahlweise die Frauen wie auch die Männer benachteiligt. Bemerkbar macht sich dieser Missstand meist in der Beitragshöhe. So müssen Frauen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung z. B. höhere Beiträge bei der Rentenversicherung bezahlen. Mehrkosten entstehen ihnen auch bei privaten Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen. Hier setzen die Versicherer nämlich ein erhöhtes Krankheitsrisiko voraus bzw. rechnen mit höheren Kosten, weil Frauen statistisch betrachtet häufiger zum Arzt gehen. Männer dagegen legen drauf, wenn sie eine KFZ-Versicherung abschließen, da sie häufiger in Autounfälle verwickelt werden. Ins finanzielle Hintertreffen gerät das vermeintlich starke Geschlecht auch beim Abschluss einer Risikolebensversicherung. Männer sterben schließlich früher.

Änderung ab Ende 2012

Ab diesem Jahr stehen jetzt auch im Versicherungswesen die Zeichen auf Gleichberechtigung und Gleichbehandlung. Denn der Europäische Gerichtshof hat geurteilt, dass die Geschlechterberücksichtigung beim Versicherungsabschluss diskriminierend ist. Zum Ende diesen Jahres ändert sich deshalb jetzt die Ungleichbehandlung. Betroffen von der Neuregelung sind Versicherungen wie private Krankenversicherungen, Lebensversicherungen, Unfallversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Rentenversicherungen, und KFZ-Versicherungen. Den Versicherungsgesellschaften bleiben zur Berechnung ihres Risikos dennoch vielfältige Möglichkeiten. Das sind z. B. die berühmt-berüchtigten Gesundheitsfragen, die vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung stehen.

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