GKV-Service meist nur befriedigend

Stiftung Warentest hat der GKV Service der gesetzlichen Kassen genauer unter die Lupe genommen. Mit einem maximal „befriedigendem“ Ergebnis.

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Gesetzlich Versicherte fühlen sich häufig schlecht behandelt. Vor allem am Telefon bei der Terminvergabe oder in der Arztpraxis vor Ort sind die GKV-Mitglieder oft benachteiligt. Sie bekommen schlechter Termine, müssen länger warten und das oft genug in dem weniger luxuriösen Wartezimmer. Von der Behandlung im Krankenhaus wollen wir gar nicht erst sprechen.

Nur zwei waren „gut“

Jetzt zeigt ein Test von Stiftung Wartentest auch noch, dass man als gesetzlich Krankenversicherter nicht nur in der medizinischen Beratung oft im Hintertreffen ist, nein, auch die Zusammenarbeit von Mitglied und Kasse selbst ist in den allermeisten Fällen maximal als befriedigend zu bezeichnen. Zwei von 21 getesteten Kassen haben die Note „gut“ bekommen (TKK und AOK plus). Mit „sehr gut“ konnte Stiftung Wartentest keine der Versicherungen bewerten.

Nur Eigeninitiative hilft weiter

Dabei war der Testbereich nicht besonders aufregend. So ging es nicht um den jeweiligen Leistungskatalog oder zu welchen Preisen man sich hier versichern lassen kann. Nein, getestet wurde dass, was man gemeinhin als Service bezeichnen würde. Testkunden überprüften die Erreichbarkeit, das Verhalten, die Beratungsqualität am Telefon, per E-mail und in den Räumlichkeiten der Kasse selbst. Es zeigte sich, dass man – wenn man eine Information braucht – nicht den Weg über die Email nehmen sollte. Diese Anfragen blieben oftmals gänzlich unbeantwortet. Generell wurde festgestellt, dass bei den Mitgliedern oder Interessierten ohne Eingeninitiative nichts läuft.

Gezielt nachfragen

Wer sich über Zusatzversicherungen informieren will, muss gezielt nachfragen. Das gilt auch für zusätzliche Leistungen bei Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislaufproblemen und ähnlichem. Außerdem waren die Mitarbeiter in vielen Fällen schnell überfragt. Informationen wurden oft nur bruchstückweise weitergegeben und selbst der Hinweis auf Infomaterial im Internet oder als Broschüre per Post wurde nur selten gegeben.

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