GKV kann bei Selbstverschulden Leistungsübernahme kürzen

Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Das sehen auch die gesetzlichen Krankenkassen so und kürzen deshalb bei Selbstverschulden die Leistungsübernahme.

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Wer sich heute in Gefahr begibt kommt darin um. Wer nicht gleich umkommt, hat aber zumindest den Schaden. Schlimmstenfalls sogar körperlich. Da die Gesundheit aber unser höchstes Gut ist, sind wir alle – ob mehr schlecht als recht sei dahingestellt – krankenversichert. Die gesetzlichen Versicherungen übernehmen die Kosten für unsere Gesundwerdung und Behandlung im Krankheitsfall. Allerdings nur dann vollständig, wenn wir nicht selbst und mehr oder weniger vorsätzlich für die körperlichen Schäden verantwortlich sind.

Wenn die Schönheits-OP schiefgeht

So sind die gesetzlichen Krankenkasse laut Sozialgesetzbuch V berechtigt, Leistungen dann einzuschränken, wenn der Versicherte durch Selbstverschulden „krank“ wurde. Diese Regelung wurde zum Schutz aller anderen Versicherten eingeführt. Das gilt z. B. dann, wenn man sich einer – derzeit leider sehr modernen – Schönheitsoperation unterzieht, die medizinisch nicht notwendig ist, sondern lediglich zum zumindest zweifelhaften Privatvergnügen durchgeführt wird. Kommt es hier zu Komplikationen, wird die gesetzliche Versicherung, die folgende medizinisch notwendige Behandlung zumindest nur anteilig übernehmen. Einen Teil der Kosten wird sie vom Versicherten einfordern bzw. gar nicht tragen.


Wir haben nur den einen Körper

Ebenso verhält es sich, bei einem selbstverschuldeten Unfall unter Alkohol. Wer sich also z. B. alkoholisiert ans Steuer eines Autos setzt und so einen Unfall verursacht, muss im schlimmsten Fall für seine Behandlungskosten zumindest anteilig selbst aufkommen. Auch das normalerweise gezahlte Krankengeld kann der gesetzliche Versicherer dann zurückfordern oder erst gar nicht bezahlen. Allerdings wird in diesen Fällen immer der individuelle Fall ordentlich geprüft werden. Grundsätzlich sollte aber für alle Versicherten gelten, die eigene Gesundheit nicht vorsätzlich zu gefährden. Wir haben nur den einen Körper und dieses eine Leben.

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