GKV – Ausstattung von Kliniken mit Hygienepersonal

Infektionen sollen durch die Ausstattung von Kliniken mit Hygienepersonal verhindert werden

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Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Ausstattung von Kliniken mit Hygienepersonal bisher mit insgesamt 131 Millionen Euro finanziert.

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Vom Gesetzgeber vorgeschrieben

Krankenhäuser in Deutschland müssen dafür sorgen, dass alle nach medizinischem Wissensstand nötigen Maßnahmen getroffen werden, durch die Infektionen auch durch resistente (immune) Erreger verhindert werden können. Ein sogenanntes Hygieneprogramm soll die Beschäftigung von qualifiziertem Hygienefachpersonal hier fördern. Grundlegend ist hierbei das Infektionsschutzgesetz. Das vom Gesetzgeber vorgeschriebene Programm läuft noch bis 2023.

131 Mio. für die Kliniken

Ein aktueller Bericht des GKV-Spitzenverbands zeigt jetzt, dass die gesetzlichen Krankenkassen bisher die Ausstattung von Kliniken mit Hygienepersonal mit insgesamt 131 Millionen Euro finanziert. Insgesamt werden die Krankenkassen ein Fördervolumen von über 460 Millionen Euro bis zum Ende des Programms zur Verfügung stellen. Mit diesem Geld, sollen Krankenhäuser qualifiziertes Hygienepersonal einstellen, aber auch die Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften und Ärzten in diesem Bereich sowie externe Beratungen bezahlen. Anspruch auf Fördergelder aus dem Sonderprogramm haben nur jene Krankenhäuser, die die verbindlichen personellen und organisatorischen Voraussetzungen zur Verhinderung nosokomialer Infektionen bisher noch nicht erfüllen. Das sind derzeit etwa zwei Drittel aller Kliniken in Deutschland. „Die Gelder aus dem Sonderprogramm Hygiene sind als zeitlich begrenzte, zusätzliche Hilfe der Beitragszahler für die Krankenhäuser zu sehen. Keinesfalls werden damit die Krankenhäuser aus ihrer grundsätzlichen Verantwortung entlassen, selbst für umfassende Hygiene zu sorgen und damit die Patienten vor Krankheitserregern zu schützen“, so Johann-Magnus v. Stackelberg, stellv. Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes.

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Neueinstellungen und Fortbildung

Von den anspruchsberechtigten Kliniken haben bisher 1.218 Fördergelder abgerufen. Rund 86,8 Millionen Euro wurde für die Einstellung neuer Hygienekräfte, für die interne Besetzung und für die Aufstockung von Teilzeitstellen erhalten. In die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Pflegekräfte und Ärzte sind rund 23,6 Millionen Euro geflossen. Weitere rund 8,9 Millionen Euro haben die Kliniken für die Beratung durch externe Krankenhaushygieniker verwendet. Beträge in Höhe von etwa zwölf Millionen Euro können bisher noch keiner konkreten Maßnahme zugeordnet werden. Ob die Fördergelder tatsächlich richtig verwendet und z. B. neue Hygienepersonalstellen entstanden sind, kann erst nachträglich durch die jeweilige Jahresabschlussprüfung der Kliniken festgestellt werden. Für den aktuellen Bericht sind Daten aus den Jahresabschlussprüfungen der Jahre 2013 und 2014 ausgewertet worden.

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