Gibt es Fristen für Versicherer zur Schadensregulierung?

Immer wieder wird ein Unfallopfer auch zum Versicherungsopfer. Allzuoft lassen sich die Gesellschaften mit der Regulierung des Schadens viel Zeit, denn die ist bekanntlich Geld. Aber: Auch für sie gelten Fristen, an die sie sich halten müssen.

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Es schien ein wirklich schöner Tag zu werden. Die Sonne kitzelte die junge Frau an der Nase. Solchermaßen geweckt, begann der Morgen mit guter Laune. Um die war es leider schnell geschehen. Nach einem schnellen Frühstück setzte sie sich ans Steuer ihres Kleinwagens und machte sich auf den Weg zur Arbeit. Als es auch schon krachte.

Wartezeit kostet Nerven

Klar war, die Autofahrerin hatte keine Schuld am Unfallgeschehen. Im Gegenteil: Der Auffahrende war – konzentriert am Telefonieren – unkonzentriert in ihr Heck gekracht. Die Polizei war ihrer Meinung. Nach dem ersten Schreck und der Erleichterung, dass ihr nichts passiert war, begann der Ärger aber erst richtig. Denn die Versicherung wollte und wollte nicht zahlen. Es verging Woche um Woche, in der das Unfallopfer ihren Wagen nicht benutzen konnte. Ständig war sie in Kontakt mit der Versicherung. Bis diese endlich den Schaden regulierte war eine schier unendliche Zeit des Wartens vergangen. Neben der Zeit, hatte das die junge Frau einen Haufen Nerven gekostet.

Nach neun Wochen kann man klagen

Wer hier Bescheid weiß, spart Nerven und Ärger. Denn Versicherungen können Zahlungen nicht unendlich vor sich her schieben. Sie haben sich an klare Vorgaben zu halten. Natürlich gibt ihnen die Rechtssprechung die Möglicheit ein Unfallgeschehen sorgsam zu prüfen. Allerdings dürfen hierfür maximal vier bis sechs Wochen ins Land gehen. Dieser Zeitraum kann sich nochmals um drei Wochen verlängern, wenn der Versicherer Polizeiakten zum Unfall einsehen wollen. Hat das Unfallopfer dann noch keine Rückmeldung der Versicherungsgesellschaft erhalten, kann es klagen. Meist mit Aussicht auf Erfolg. Oftmals reicht es aber schon, der gegnerischen Versicherung sanft mitzuteilen, dass man um die Rechtsprechung weiß.

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