GEZ muss man nicht in die Wohnung lassen

Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) ist so was wie der Geldeintreiber für Rundfunkgebühren. Wir Deutschen sind verpflichtet diese zu zahlen, die Mitarbeiter der GEZ in unsere vier Wände zu lassen allerdings nicht! Die GEZ muss draußen bleiben.

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Die junge Frau war vor einer Woche in ihre erste eigene Wohnung gezogen. Den Fernseher hatten ihr ihre Eltern geschenkt. Die GEZ-Anmeldung hatte sie zu Hause und wollte sie nach dem ersten Umzugstress abgeben. Samstagmorgen – sie stand gerade unter der Dusche – klingelte es Sturm und es hörte nicht auf. Also zog sie sich einen Morgenmantel über und öffnete die Tür. Davor stand ein Mitarbeiter der GEZ. Völlig verblüfft ließ sie den Herrn in ihre Wohnung. Der entdeckte sofort den Fernseher, das Radio, den Computer und so einiges mehr. Die Situation war ausgesprochen unangenehm. Und das Beste: Die junge Frau hätte ihn gar nicht eintreten lassen müssen. Denn die GEZler haben entgegen vielerlei Gerüchten, nicht das Recht eine Wohnung zu betreten, dazu fehlt ihnen das so genannte Hoheitsrecht.

Vom Spar- zum Betrugsfall

Allerdings haben die Gebühreneintreiber auch Ohren. Das heißt: Hören sie z. B beim „Besuch“ eines Nicht-Zahlers erkennbare Fernseh- oder Radiogeräusche, werden die GEZ-Mitarbeiter ihre Beobachtung natürlich ihrem Arbeitgeber, der entsprechenden Landesrundfunkanstalt mitteilen. Und die werden sich schnell an ihren zukünftigen Kunden wenden und Auskunft fordern. Nun sollte man spätestens bei der Wahrheit bleiben, denn sonst wird aus dem vermeintlich harmlosen – und trotzdem verbotenen – Gebührensparen ein Betrugsfall. Und dann wird’s teuer. Für das Geld könnte man lange fernsehen und Radio hören. Die Gebühr für öffentlich-rechtliche Programme einsparen können nur z. B. schwerstbehinderte Menschen, Hartz4-Empfänger und Studenten, die Bafög erhalten und nicht mehr bei den Eltern leben. Mehr Infos gibt es bei www.gez.de.

Neue Ordnung 2010

Nun scheint die GEZ so wie wir sie kennen, aber vor dem Aus zu stehen. Denn bis zum Sommer 2010 soll eine neue – möglicherweise sogar haushaltsbezogene – Gebührenordnung in Deutschland eingeführt werden. Man darf gespannt sein.

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