Gesundheitliche Versorgung im Alter – Bürger haben Angst

Die Menschen in Deutschland haben immer mehr Sorge, um die gesundheitliche Versorgung im Alter. Nicht nur der einfache Bürger, sondern auch die Ärzte befürchten Einschränkungen, das zeigt eine Umfrage.

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Gerade jetzt im Winter, wenn die Tage kürzer und die Straßen glatter werden, sieht man klarer. Vor allem, was das Schicksal anderer Menschen angeht. Wie viele Senioren schlurfen jetzt durch die Straßen. Gebückt, durch die Last, die sie ihr Leben lang getragen haben. Allein? Angemessen versorgt? Sind sie eingeladen zu Weihnachten, bei ihren Lieben? Oder verbringen sie die Feiertage in einem Heim? Oder aber, sind sie zu Hause, einsam und schlecht versorgt?

Nicht nur die Alten, auch die Jungen sorgen sich

Solche Gedanken machen Angst. Nicht nur den Betroffenen, sondern auch der jüngeren Generation. Weiß man doch, dass die Gelder, die für unser Alter und unsere Pflege in Zukunft fließen, wahrscheinlich nur sparsam bemessen sein werden. Eine Umfrage zeigt jetzt wie groß die Sorgen sind, die sich die Bundesbürger machen. Im sechsten Gesundheitsreport des Finanzdienstleisters MLP wird eine Umfrage vom Institut für Demoskopie Allensbach zusammen mit der Bundärztekammer präsentiert. Representativ sind die Aussagen der 2.262 befragten Deutschen und den 522 Ärzten.


Die Kosten werden steigen, keine Frage

Derzeit sind die Befragten zufrieden mit der medizinischen Versorgung. So finden 64 Prozent ihre gesetzliche Kasse gut, 80 Prozent der Privatversicherten geben ihrer Versicherung gute Noten. Soweit die Gegenwart. Die Angst bezieht sich auf die Zukunft. So sind 77 Prozent der Befragten sich sicher, dass die Pflegeversicherung wohl kaum den kommenden Anforderungen gewachsen sein wird. Diese Meinung teilen vier von fünf Medizinern. Beinahe 75 Prozent der an der Umfrage Beteiligten fürchten, dass es nicht genügend Heimplätze geben wird. Etwas weniger als drei Viertel der Befragten glauben nicht daran, dass Bedürftige, die angemessene Pflege erhalten werden. Volle Wartezimmer und schleppende Terminvergabe schüren diese Ängste noch. Die aktuellste Sorge aber, betrifft die Beitragszahlungen für unser Gesundheitssystem. Keine Frage, denken fast 80 Prozent, die Kosten für unsere gesetzlichen Kassen werden ansteigen. Und wer soll das bezahlen?

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