Gesetzliche Unfallversicherung haftet auch beim Betriebsfest

Wer viel arbeitet, soll auch feiern dürfen. Leider geschehen auch beim schönsten Fest Unfälle. Bei der betrieblichen Partie haftet dann die gesetzliche Unfallversicherung.

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Wer viel arbeitet, soll auch mal richtig feiern dürfen. Meint ein Chef es besonders gut mit seinen Mitarbeitern, können die die Kuh sogar betrieblich fliegen lassen. Anlässe für ein Betriebsfest gibt es viele. Denn auch bei der Arbeit heißt es, die Feste soll man feiern wie sie fallen. Aber, auch auf der schönsten Fete kann mal was schief gehen. Wird Leib und Leben hier geschädigt, haftet die gesetzliche Unfallversicherung.


Säule der Sozialversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) ist in Deutschland sozialversicherungsrechtlich verankert. Durch die GUV sollen Arbeitnehmer abgesichert werden, wenn im Rahmen ihrer Tätigkeit und deren Ausübung Unfälle, Krankheiten oder andere gesundheitliche Schäden entstehen. Außerdem versichert ist der Weg zur Arbeitsstelle bzw. nach Hause. Die GUV springt dann ein, um die Gesundheit und auch die Leistungsfähigkeit des betroffenen Mitarbeiters wieder herzustellen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der medizinischen Versorgung, der Rehabilitation, aber auch auf Geldleistungen wie Lohnersatzleistungen und Entschädigungszahlungen.

Voraussetzung: Der Chef feiert mit

Was aber ist mit Feiern, die betrieblich organisiert sind. Haftet hier die gesetzliche Unfallversicherung im Unfallfall? Ja, das tut sie. Allerdings nicht bedingungslos. So sind Unfälle, die auf übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen sind, nicht versichert. Das gilt übrigens für Unfälle aller Art, ob mit oder ohne Auto. Eine betriebliche Feier muss aber bestimmte Punkte erfüllen, um als Betriebsfest anerkannt zu werden. So muss die Partie einen bestimmten Zweck, wie z. B. die Stärkung des Zusammenhalts verfolgen. Es darf kein Mitarbeiter ausgeschlossen werden, alle dürfen teilnehmen und der Chef oder sein Vertreter selbst muss mit von der Partie sein. Sind diese Faktoren erfüllt, ist die GUV im Schadensfall haftbar. Allerdings nur so lange, bis der Häuptling oder sein Beauftragter die Festivität auflöst. Alles, was dann passiert gilt versicherungstechnisch als Privatvergnügen.

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