Gesetzliche Unfallversicherung greift bei Schulveranstaltung

Die gesetzliche Unfallversicherung gilt auch für Schüler – allerdings nur dann, wenn es hier auch zu einer Veranstaltung kommt.

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Die gesetzliche Unfallversicherung sichert alle Arbeitnehmer ab, wenn sie im Rahmen ihrer Berufstätigkeit einem Unfall zum Opfer fallen. Was für uns Erwachsene nun der Job ist, das ist für unsere Kinder die Schule. Und tatsächlich, auch hier greift die gesetzliche Unfallversicherung im Falle eines Falles. Allerdings nur, wenn an der Schule auch eine Veranstaltung durchgeführt wird.

Das Schulfest ist sicher

Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir. Und ja, die Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Schulalltags gemacht haben, haben uns geprägt für unser Erwachsenenleben. Viel geändert hat sich daran nichts. Auch daran nicht, dass es in der Schule immer mal wieder zu „Unfällen“ kommt. Huch, da ist der Klassenfeind gestolpert – oder wie die Kinder heute sagen – „da hat der Depp einen Gehfehler bekommen“.

Echte Unfälle an der Schule oder auf dem Hin- und Rückweg sind über die gesetzliche Unfallversicherung versichert.

Sie haftet natürlich dann, wenn die Schule zum regulären Unterricht besucht wird. Aber auch dann, wenn man sich beim Sommerfest mit Lehrern und Klassenkameraden trifft.

Wichtig für die gesetzliche Unfallversicherung ist, dass es sich bei der Veranstaltung um eine echte Schulveranstaltung handelt. Tut es das nicht, verweigert sie die Zahlung.

Brief

Antragsabgabe dagegen Privatvergnügen

So erging es einem Antragsteller für Schulbeförderungskosten.

Er war auf dem Weg zur Schule, um dort den Auszahlungsschein für die genehmigte Kostenübernahme der Schulbeförderung abzugeben. Dabei geriet er in einen Unfall. Die gesetzliche Unfallversicherung verweigerte die Zahlung.

Offenbar mit Recht, denn das Sozialgericht Dresden entschied zugunsten der Versicherung. Schließlich hätte der Antrag auch per Post geschickt werden können.

Der Antrag auf die Übernahme der Schulbeförderungskosten sei ohnehin eine persönliche Angelegenheit.

Die Unfallversicherung lag mit ihrer Leistungsverweigerung richtig.

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