Gesetzliche Pflegeversicherung – Beiträge bleiben stabil

Die gesetzliche Pflegeversicherung hat durch die gute Konjunktur Rekordeinahmen, doch grundsätzlich ist die Pflege zukünftig ein großes Probelm. Wer keine private Pflegeversicherung hat muss auf sein Vermögen achten.

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Durch die durchweg gute Konjunktur hat nicht nur die gesetzliche Krankenversicherung gute Einnahmen zu verzeichnen, laut dem Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) verbucht auch die gesetzliche Pflegeversicherung Rekordeinnahmen. Wie der Gesundheitsminister gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte, hat sich der Mittelbestand zum Ende des letzten Jahres noch mal um 300 Millionen Euro erhöht.

Höhere Beiträge bei der Pflegeversicherung 2014

Die unerwarteten Mehreinnahmen durch die gute Konjunktur hat nun laut Bahr dafür gesorgt, dass man nicht wie ursprünglich geplant im Jahr 2014 über einer Beitragserhöhung in der Pflegeversicherung diskutieren muss. Mit dem Ergebnis ist nun davon auszugehen, das die Beiträge mindestens bis ins Jahr 2015 stabil bleiben.

Kritik an den Arbeitgeberverbänden

Der Bundesgesundheitsminister kritisierte wegen der geplanten Pflegereform die Arbeitgeberverbände. Der Präsident der Arbeitgeberverbände Dieter Hundt scheint wohl die geplanten Zusatzleistungen für Demenzkranke abzulehnen, das nennt der Bundesgesundheitsminister sehr kurzfristig und noch nicht mal betriebswirtschaftlich gedacht. Gegenüber der Zeitung sagte Daniel Bahr *Was es kostet wenn Arbeitnehmer nicht mehr zur Arbeit gehen und die Eltern pflegt, weil es aus der Pflegeversicherung kein Geld gibt bei Demenz.

Private Pflegeversicherung ist oder wird notwendig werden

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine gute Sache, denn durch die längere Lebenserwartung der Deutschen nehmen im Laufe der Zeit die Pflegefälle zu und ohne die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Unterbringung in einem Pflegeheim für viele Menschen nicht möglich, doch die gesetzliche Pflegeversicherung allein reicht nicht. Fürs Altenheim zahlt die Kasse folgende Zuschüsse:

    Pflegestufe I 1.023 Euro
    Pflegestufe II 1.279 Euro
    Pflegestufe III 1.470 Euro

Dazu kann man dann noch seine Rente rechnen, die aber immer noch nicht ausreicht um ein normales Pflegeheim zu finanzieren. Man kann im unteren Bereich mit 3.500 Euro im Monat rechnen. Und aktuell gibt es bei Demenz noch keine Pflegestufe. Reicht das Geld aus Pflegekasse und Rente nicht aus, geht es zuerst an das Vermögen des Pflegebedürftigen und danach hält man sich an die Kinder des Pflegebedürftigen.


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