Gesetzliche Krankenversicherung für Selbstständige

Update: Oktober 2012: Selbstständige und die gesetzliche Krankenversicherung ist ein zweischneidiges Schwert, denn sie sind freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung und müssen aus allen Einnahmen Beiträge zur Krankenversicherung bezahlen. Dabei gibt es auch ein fiktives Mindesteinkommen von 1.916,25 Euro aus dem der Mindestbeitrag bezahlt werden muss.

In der gesetzlichen Krankenversicherung sich als Selbständige oder Selbständiger zu versichern, kann aus verschiedenen Gründen, sehr viel günstiger sein als bei der privaten Krankenversicherung. Der Selbstständige kann wählen ob er privat oder gesetzlich krankenversichert sein will.

Frau und Kinder kostenlose Mitversicherung

Sind die Ehefrau oder die Kinder mitzuversichern, ist es auf alle Fälle günstiger in die gesetzliche Krankenversicherung zu gehen, zumindest momentan noch. Aber auch ältere oder Selbstständige, die aufgrund ihrer Gesundheit bei den privaten nicht aufgenommen werden, haben durch die gesetzliche Krankenversicherung Vorteile.

Gesetzliche Kasse wechseln

Seit der Einführung des Gesundheitsfonds haben alle gesetzlichen Krankenkassen den gleichen Beitragssatz und unterscheiden sich in der Beitragshöhe nur noch aufgrund des Zusatzbeitrages. Der Zusatzbeitrag kann von den Kassen verlangt werden, wenn Ihnen die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht ausreichen. Das Mitglied kann allerdings die Krankenkasse wechseln, bevor der Zusatzbeitrag bezahlt werden muss.

Keine Ablehnung bei der GKV

Bei den gesetzlichen Krankenkassen muss Ihr Antrag angenommen werden und kann nicht wie bei den privaten Krankenversicherer abgelehnt werden. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung kann der Selbstständige wie Arbeitnehmer Krankengeld ab dem 43. Tag beziehen. Über einen Wahltarif ist es aber auch möglich ein höheres Krankengeld als das gesetzliche zu bekommen, dabei kann auch das Krankengeld früher als erst ab dem 43. Tag bezogen werden. Dabei gilt allerdings je früher und je höher das Krankengeld ist, desto höher ist dann auch der Beitrag dafür. Der Nachteil bei einem Wahltarif ist es dass man sich für 3 Jahre an die Krankenkasse bindet und auch nicht wechseln kann, wenn ein Zusatzbeitrag verlangt wird.


Vergleich private Krankenversicherung

Beitrageberechnung nach dem Einkommen

Die Beiträge bei einer gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige, werden nach der Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Haben Sie weniger Einkommen, muss dies gegenüber der Krankenversicherung nachgewiesen werden und der Beitrag wird dann günstiger, wenn Sie unter der Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Für Selbstständige gilt ein Mindestbeitrag, dazu wird ein fiktives Einkommen von 1.916,25 Euro im Monat angenommen. Es ist zwar unter bestimmten Umständen möglich auch weniger zu bezahlen, nur dazu wird dann alles herangezogen, auch Kapitalvermögen, Mieteinnahmen und das Gehalt des Partners.

Krankengeld nicht mehr als das Einkommen

Krankengeld kann nur soviel bezogen werden, wie zuvor an Einkommen erzielt wurde, selbst wenn Sie Beiträge nach der Beitragsbemessungsgrenze bezahlen, bekommen sie immer nur soviel Krankengeld, wie sie vor der Arbeitsunfähigkeit verdient haben.

Freiwillige Krankenversicherung Nachteile und Vorteile

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