Gesetzliche Krankenkassen – Ärzte-Verteilung in Deutschland

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen will deutsche Ärzte unter Druck setzen damit die ärztliche Überversorgung in den Städten zugunsten der ländlichen Gebiete abgebaut wird.

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Das Problem der Ärzteverteilung in Deutschland wurde in letzter Zeit häufiger diskutiert. Zwar wurde zwischenzeitlich gemunkelt, dass Deutschland einen Ärztemangel hat, aber die Kassenärztliche Vereinigung dementiert diese Aussage aufs heftigste. „Überversorgte Gegenden wie Städte haben 25000 niedergelassene Ärzte zu viel und die Mangelregionen lediglich 800 niedergelassene Ärzte zu wenig“ ist ein einleuchtendes Gegenargument.

Zwei Gegenmaßnahmen

Wie die Medien berichten werden jetzt von dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen zwei Maßnahmen gefordert um dieses Problem zu lösen. Erstens sollen die Ärzte nicht mehr ihre Zulassungen als Kassenärzte verkaufen oder vererben können und zweitens sollen den Ärzte in den überversorgten Gebieten das Honorar gekürzt werden.


Kassenzulassung

Das Privileg der Ärzte, dass sie ihre Kassenzulassung verkaufen oder vererben können, ist schon Jahrzehnte alt. Dieses soll sich nun aber, wenn es nach dem Willen der Krankenkassen geht ändern. Wer seine Praxis, aus welchem Grund auch immer, aufgibt soll seine Zulassung abgeben. Diese Regel soll allerdings nur für Ärzte gelten welche nach einer Änderung des Gesetzes ihre Zulassung neu bekommen, damit den Ärzten, die zurzeit ihre Altersvorsorge mit dem Auge auf den Verkauf der Zulassung geplant haben, nicht der Boden unter den Füßen weggerissen würde.

Honorarkürzungen

Zudem soll Ärzten welche sich in Überversorgten Gebieten niederlassen das Honorar zusammen gekürzt werden. Damit soll neuen Ärzten diese Gebiete unattraktiv gemacht werden. Leider lehnt der Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) es derzeit noch ab, die Ärzte in den Städten zu benachteiligen. Dazu sagte der Vize-Chef des Spitzenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, der Berliner Zeitung: „Alle Anstrengungen der schwarz-gelben Koalition, mehr Landärzte zu gewinnen, verpuffen völlig wirkungslos, wenn das Problem der Überversorgung nicht angegangen wird“

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