Gesetzliche Kassen zahlen zusätzliche Vorsorge für Kinder

Die meisten Mütter kennen noch das gelbe Vorsorgeuntersuchungsheft für ihre Kinder. Jetzt gibt es bei den gesetzlichen Versicherern zusätzliche Vorsorgetermine, die die gesunde Entwicklung des Nachwuchses sichern sollen. Die gesetzlichen Versicherungen zahlen diese Untersuchungen. U1, U2, U3 bis U9.

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U1, U2, U3 bis hin zur U9 – die Kinder in Deutschland haben von Geburt an viele Termine beim Kinderarzt. Bis zur Einschulung sind es genau zehn Arzt-Besuche. Hier checken der Arzt und seine Arzthelferinnen genau ab, ob die Zwerge sich auch altersgerecht entwickeln oder ob es Anlass zur besonderen Aufmerksamkeit und zur therapeutischen Unterstützung gibt. Die Untersuchungen werden von den Krankenkassen bezahlt.

Ergo und Logo

Während bei den ersten Untersuchungsterminen hauptsächlich die körperlichen Gegebenheiten abgeklärt werden, sind es später zusätzlich die Sinne wie Hören und Sehen, die im Fokus stehen. Auch die sprachliche Entwicklung sowie die soziale Kompetenz werden im Laufe der ersten sechs Lebensjahre begutachtet. Gibt es Hinweise auf Entwicklungsverzögerungen werden die kleinen Mäuse an entsprechende Therapeuten wie z. B. Logopäden (Sprachtherapeuten) oder Ergotherapeuten (Bewegungstherapeuten) überwiesen, das heißt, sie erhalten ein Rezept über eine der Entwicklung angepasste Zahl der Therapietermine.

Auch mit 17 noch zum Kinderarzt

Nun hört die Entwicklung mit dem sechsten Lebensjahr nicht auf. Wäre es nicht gut, wenn sie auch weiterhin von einem Kinderarzt im Auge behalten werden würde? Ja! Und das sehen auch die Versicherer ganz ähnlich. Deshalb haben einige Versicherer zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen eingeführt. Das sind die U10, die im Grundschulalter stattfindet. Gibt es eine Lese-Rechtschreibschwäche? Wie geht man richtig mit Medien um? Was ist gesunde Ernährung? Das und einiges mehr, sind die Themen dieser Untersuchung. Bei der U11 mit ungefähr zehn Jahren geht es meist um Punkte wie Gewalt- und Suchtprävention. Auch die Medien werden erneut besprochen. Bei der J2 mit bis zu 17 Jahren werden die Jugendlichen und die Eltern beraten, wenn es um Sexualität, aber auch um die Berufswahl geht. Selbstverständlich wird hier auch die körperliche Entwicklung gecheckt.

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