Gepäckverlust bei Flugreisen – Entschädigung

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Für Gepäckverlust bei Flugreisen gibt es jetzt eine festgelegte Entschädigung. Mehr gibt’s nur durch Zahlung einer Sondergebühr.

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Endlich in Mallorca, endlich Urlaub! Kein Stress mehr, kein Ärger mit dem Chef. Einfach nur Entspannung pur. Denkt man nach der Landung am Flughafen in Palma und macht sich auf zur Gepäckausgabe. Ein Koffer nach dem anderen fährt gemütlich an einem vorbei, nur der eigene nicht. Und schon war’s das auch mit Ruhe und geschonten Nerven. Nachforschungen ergeben nichts. Das Gepäck ist weg und kommt offensichtlich auch nicht wieder. Leider passiert so was. Warum, weiß eigentlich niemand so genau. Es scheint sich aber bewährt zu haben, bei der Aufgabe des Gepäckes am Abflughafen freundlich zu den Flughafenmitarbeitern zu sein.

Ideelle Werte inbegriffen

Wenn das Gepäck verloren geht, ist das nicht nur ärgerlich, es geht auch ins Geld. Denn Kleider und Co. müssen ja ersetzt werden. Jetzt hat ein betroffener Reisender von der Fluggesellschaft, mit der er sich auf die Reise gemacht hat, bei der sein Gepäck verlustig gegangen ist, 2700 Euro plus 500 Euro für ideelle Werte verlangt. Zur Klärung wurde sogar der Europäische Gerichtshof (EuGH) eingeschaltet. Und der hat rechtsverbindlich entschieden (Rechtsache C63/09), dass die Obergrenze für den Gepäckverlust bei Flugreisen 1134,71 Euro beträgt. Damit ist dann der Schwund sowohl von materiellen als auch von ideelle Werten abgegolten.

Sondergebühr für mehr Geld

Wem der Inhalt seiner Koffer mehr wert ist, als gut 1.000 Euro, sollte ihn extra versichern. Dazu muss der Reisende den Wert seiner Gepäckstücke vor dem Abflug als höher angeben. Allerdings werden dann auch Sondergebühren fällig. Aber, sind die wertvollen Siebensachen abhanden gekommen, fällt auch die Entschädigung höher aus.

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