Geldanlage im Ausland – Information Abgeltungsteuer

Wie viel Anleger ihre Geldanlage im Ausland teilweise tätigen, lässt sich wohl nie komplett nachweisen, denn selbst in der Europäischen Union gibt es wohl noch genügend Schlupflöcher die Steuer in der Heimat teilweise zu umgehen auch wenn dies nicht erlaubt ist.

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Die Abgeltungsteuer lässt viele nach Möglichkeiten suchen, diese zu umgehen. Auch eine Geldanlage im Ausland ist in der Regel zu versteuern, doch es scheint auch noch Ausnahmen zu geben.

Abwarten was Steueroasen machen

Es gibt in Europa seit Mitte des Jahres 2005 eine Regelung in der sich 24 Mitglieder der Europäischen Union sowie einige angegliederte Gebiete gegenseitig über Zinseinkünfte informieren. Nur Luxemburg, Belgien und auch Österreich machen bei diesem Informationsaustausch noch nicht mit, diese Länder wollen erst abwarten ob sich die Steueroasen Liechtenstein, Schweiz San Marino, Andorra und Monaco, zu dem Informationsaustausch verpflichten.

15 Prozent Steuer

Seit Mitte 2005 behalten die Banken im Ausland 15 Prozent Steuer von den Erträgen aus Wertpapieren ein. Davon wird ¼ selbst einbehalten und ¾ gehen von der Steuer in die Länder wo die Sparer zuhause sind, allerdings ohne Namen also anonym. An den Überweisungen, die Deutschland seit 2005 erhalten hat, lässt sich wohl nur vermuten wie viel Geld im Ausland liegt. Während in 6 Monaten im Jahr 2005 nur 38 Millionen nach Deutschland überwiesen wurden waren es im Jahr 2006 schon etwa 155 Millionen.

Aufteilung nach Staaten

Die Aufteilung aus welchen Staaten wie viel Geld kommt, dürfte sicherlich auch so manche interessieren. Den Löwenanteil von 63 Millionen kam aus der Schweiz, etwas weniger mit 50 Millionen Euro aus Luxemburg, etwa 33 Millionen Euro aus Österreich, 4 Millionen aus Liechtenstein und 3 Millionen aus Belgien.

Erhöhung Steuer auf 20 Prozent

Ab Juli erhöht sich allerdings diese anonyme Steuer auf 20 Prozent. Diese Steuer was im Ausland einbehalten wird und dann anonym an Deutschland abgeführt wird ist eigentlich nur eine Vorauszahlung an das deutsche Finanzamt. Der Anleger muss in seiner Steuererklärung die ausländischen Erträge angeben und dann ermittelt das Finanzamt die Steuerschuld der Anleger. Schlupflöcher scheint es wohl aber trotz Informationsaustausch zu geben, denn viele der Wertpapiere werden nicht erfasst. Erfasst werden Zinsen aus Rentenfonds, Zerofonds, Schuldverschreibungen und Anleihen. Außen vor sind, zumindest jetzt noch, Erträge aus Aktien, Hedgefonds, Index Bonus und Discountzertifikate und Lebensversicherungen.

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