Geld sparen mit dem Discount-Broker?

In und um die Wirtschaftskrise herum, hat sich die Zahl der Privatanleger gesenkt. Jetzt, in Zeiten des Aufschwungs, lockt er sie wieder: der Aktienmarkt. Wer beim Anlegen nicht nur Geld machen, sondern auch Sparen möchte, setzt auf so genannte Discount-Broker. Aber hier gilt: Augen auf, beim Aktien-Kauf!

Wann waren Sie das letzte Mal Obst und Gemüse kaufen? Gehen Sie in den Supermarkt um die Ecke, der mit den günstigen Angeboten wirbt? Oder sind Sie eher der Wochenmarkt-Typ, der Wert auf Qualität legt und Beratung möchte? Ob Apfel oder Aktie – beim Einkaufen gibt es immer verschiedene Typen. Der eine spart gern, der andere braucht Qualität, der nächste achtet auf die Umwelt. All das findet man im Alltag, aber eben auch auf dem Aktienmarkt. Ähnlich wie beim Einkauf auch, gibt es hier Menschen, die auf den Discounter setzen.

Bankfilliale oder Monitor Während der klassische Kunde zu seiner Bankfilliale geht und mit dem Bankmann seines Vertrauens über Anlage- und Investitionsmöglichkeiten diskutiert und sich beraten lässt, setzt der Generation-@-Kunde auf das Direktbanking. Die Fachleute, mit denen man hier zu tun hat, nennen sich Direkt- oder Discount-Broker und versprechen, Wertpapiergeschäfte schnell und billig abzuwickeln. Nicht im persönlichen Gespräch, sondern über Telefon, Telefax oder – heute schon üblich – online. Ein Anleger, der statt zum Bankmann zum Discounter geht, sollte aber einige Punkte beachten. Denn die Aufklärungs- und Informationspflicht der Direktbroker endet da, wo beim Bankberater die Beratungsleistung erst anfängt.

Auf Preise achten auch beim Aktiengeschäft

1.) Preise vergleichen, auch bei Discountern: Wie die klassische Bank, kosten auch die Direktbroker heute Geld. Deshalb sollte man die Gebühren vergleichen. Denn bevor Sie an einer Aktie verdienen, muss die erstmal die Kosten für Kauf und Depot reinholen.

2.) Wer seinen Broker verstehen will, muss die gleiche Sprache sprechen. Deshalb gilt grundsätzlich für alle Neuanleger: Machen Sie sich schlau. Informieren Sie sich über das Aktiengeschäft im Allgemeinen und en Detaille im Speziellen.

3.) Klären Sie im Voraus welcher Nutzertyp Sie sind. Denn davon hängt die Wahl des richtigen Brokers und Anbieters ab. Also: Sie wollen Geld ansparen? Achten Sie auf Depot- und Ausgabeaufschlagkosten. Sitzen Sie tagsüber am Rechner und beobachten die Welt online? Sie haben gute Chancen auf Broker-Rabatte. Wer seine Anleihen im Depot verweilen lässt, sollte natürlich auf niedrige Gebühren für Depot- und Abrechnungskonto achten. Wer dagegen aktiv im Aktiengeschäft mitmischen will und Wertpapiere kauft wie andere Obst und Gemüse sollte schauen, dass die Transaktionskosten vom Anbieter gering gehalten werden.


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