Gebühren für überzogenen Dispo unzulässig

Einige Banken berechnen ihren Kunden Gebühren für die Überziehung ihres Dispo Kredites. Dies ist unzulässig, sagt das Oberlandesgericht Frankfurt.

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Je nach Gehalt gewähren Banken eine Dispokredit. Dafür wird eine bestimmte Summe angesetzt mit der das Konto überzogen werden kann. Selbstverständlich werden hierfür Zinsen berechnet. So ein Dispokredit (auch Überziehungskredit) ist natürlich eine feine Sache. Durch ihn kommt man nicht so schnell in eine finanzielle Krise, wenn man mal eine höhere Ausgabe zu tätigen hat, die aus dem Haushaltsrahmen fällt.


Treten Sie nicht in die Dispofalle

Vorsicht ist aber geboten, denn schnell tritt man in die Dispofalle. Das Konto ist dauerhaft überzogen, der Überziehungskredit wird einfach zum Haushaltsbudget dazugerechnet. Steht dann tatsächlich mal eine außergewöhnliche Ausgabe, kann es passieren, dass man den Dispo überzieht. Viele Banken drücken auch dann noch eine Auge zu und lassen den Kunden gewähren. Allerdings zu immensen Zinssätzen. Andere Banken berechnen zusätzliche Gebühren, wenn dieser Fall eintritt. Laut einem Urteil ist ihnen das nun untersagt.


Neues Urteil im Namen der Verbraucher

Geklagt hatten Verbraucherschützer gegen die Commerzbank. Denn diese berechnete ihren Kunden zusätzlich zu den ohnehin hohen Zinsen beim Überziehen des Überziehungskredits je Überweisung oder Dauerauftrag fünf weitere Euros. Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main zog dann die Verbraucherzentrale als Gewinner von dannen. Denn das Gericht entschied zugunsten der Verbraucher. Die Begründung lautete: Durch die Überweisung von Geldern im so genannten geduldeten Überziehungsbereich entstünde der Bank kein besonderer Aufwand. Das erhöhte Risiko sei außerdem bereits durch die hohen Zinsen abgedeckt (Az.: 23 U 157/09).

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