Gebäudeversicherung – an Heizung denken bei Urlaub

Eigentum verpflichtet! Im Falle von Hausbesitzern verpflichtet das Eigentum dazu, das Haus zu heizen auch wenn man in der kalten Jahreszeit für einige Wochen in Urlaub ist. Sonst zahlt die Gebäudeversicherung Schäden durch starken Frost nicht.

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Gibt es was Schöneres als winterlich verschneite Landschaften, weihnachtlich geschmückte Straßen und Kinderlachen beim Rodeln? Ja! Acht Wochen Sonne satt im warmen Süden. Vor allem zwischen November und Januar. Wer allerdings so lange dem Winter den Rücken kehrt, muss vorsorgen. Da müssen Rechnungen bezahlt, Pflanzen versorgt und Briefkästen geleert werden. Hausbesitzer müssen aber auch an die Heizung denken. Denn vereisen während der Abwesenheit Leistungen und andere wasserführenden Anlagen und nehmen dadurch Schaden, zahlt die Gebäudeversicherung nicht, wenn nicht ausreichend geheizt wurde.

Der sonnige Süden ruft So erging es einem rheinländischen Ehepaar, das die kalte Jahreszeit im sonnigen Süden verbringen wollte. Die Eigenheim-Besitzer waren umsichtig, aber nicht umsichtig genug. Sie hatten zwar die Heizanlage auf die Frostwächter-Funktion eingestellt und auch die liebende Tochter gebeten, zwei mal pro Woche nach dem Rechten zu sehen, aber trotzdem platzten zehn Heizkörper. Leitungen froren ein, die Heizung fiel aus. Es kam zu Schäden an Thermostaten, Verschraubungen und vielem mehr. Die Regulierung der Frostschäden kostete natürlich einen Haufen Geld. Aber, noch waren die Eigentümer guten Mutes. Schließlich hatten sie ja eine Gebäudeversicherung abgeschlossen.

Ein Urteil unterstützt die Versicherung Doch die Versicherung lehnte die Leistungsübernahme mehr oder weniger freundlich ab. Da klagte das Hausbesitzer-Ehepaar. Der Gebäudeversicherer hielt dagegen und beauftragte einen Gutachter. Dieser stellte fest, dass die Schäden in der Tat auf den Frost zurückzuführen seien. Allerdings stellte er auch fest, dass das Haus über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen vollständig ausgekühlt sein musste. Die Richter teilten die Auffassung der Gebäudeversicherung und diese kam um die Leistungspflicht herum. Die Beheizung der Räume, so die Richter, muss derart sein, dass sie ausreicht um eine Vereisung der wasserführenden Anlage zu verhindern. Außerdem muss die Beheizung regelmäßig und sorgfältig, am besten täglich kontrolliert werden (Az.: 10 O 203/06).

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