Für Erbrechen im Taxi zahlt nicht immer die Versicherung

Übelkeit überkommt einen meist von jetzt auf gleich. Nicht immer übergibt man sich in der passenden Situation. Besonders unangenehm ist das z. B. im Taxi. Je nach Ursache zahlt die Haftpflichtversicherung aber die Reinigung.

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Gerade ist das Oktoberfest vorbei. Was hatten wir Spaß, was haben wir gelacht. Über uns selbst, über die Promis, die jeden Tag mehr oder weniger betrunken, meist aber sehr peinlich in den gängigen Zeitungen der Regenbogenpresse abgelichtet waren. Ob Promi oder Normalo – eins ist uns allen gemein: Übermäßiger Alkoholkonsum führt zu Übelkeit und nicht selten auch zu Erbrechen.

Mit vier Maß im Kopf

Wer mit vier Maß im Kopf noch vernünftig ist, fährt nicht mehr selbst, sondern lässt fahren. Bei Promis kann das schon mal der Chauffeur sein. Bei uns Normalos ist es das Taxi. Peinlich, wenn hier was daneben geht. Genauso erging es einem Herrn mit seiner Freundin. Er erbrach sich im Suff nach dem Oktoberfest im Taxi und wollte hinterher nicht einmal die Reinigung und den Verdienstausfall des Fahrers übernehmen. Der klagte und bekam anteilig Recht. Zwar muss ein Betrunkener damit rechnen, dass ihm übel wird, aber, trotz mehrmaliger Aufforderung bitte anzuhalten, fuhr der Taxifahrer ohne zwingende Umstände unbeirrt weiter. Das Amtsgericht München entschied (Az.: 271 C 11329/10), dass die Kosten 50:50 geteilt werden müssen.

Wenn Kinder spontan brechen

Setzt der Übeltäter jetzt auf seine Haftpflicht, setzt er aufs falsche Pferd. Auch sie haftet nicht für die im Suff entstandenen Kosten. Anders ist das bei Kindern. Erbricht sich ein Kind ohne „Vorankündigung“, sondern sozusagen spontan in einem Taxi, müssen die Erziehungsberechtigten die Kosten nicht übernehmen (Amtsgericht München Az.: 155 C 16937/09). Auf der anderen Seite springt in einem solchen Fall allerdings auch die private Haftpflichtversicherung der Eltern bei den Kosten ein.


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