Freiwillige Krankenversicherung fast auf alle Einkünfte Beiträge

Selbstständige oder auch gutverdienende Arbeitnehmer sind freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung und müssen fast auf alle Einkünfte Beiträge bezahlen im Rentenalter, laut einem aktuellen Urteil Az. B 12 KR 28/08 auch für die private Rentenversicherung.

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Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung Selbstständiger oder über einer gewissen Einkommensgrenze liegt, ist im Gegensatz zu den Pflichtversicherungen ein freiwilliges Mitglied. Jetzt wurde durch ein Gerichtsurteil bestätigt das freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung auf Einkünfte aus einer privaten Rentenversicherung zahlen müssen. Laut einem Beitrag auf pkv.de gab es ein Urteil des Bundessozialgericht (Az. B 12 KR 28/08 R) zu dieser Sache. Wenn sich das freiwillige Mitglied die private Rentenversicherung als Einmalzahlung auszahlen lässt, darf die Krankenkasse über einige Jahre Beiträge auf die errechnete monatliche Rentenzahlung erheben, ähnlich wie bei der Direktversicherung.

Rentner freiwillige Versicherung in der GKV

In dem verhandelten Fall hatte ein Rentner der freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, gegen die AOK geklagt, weil die Kasse Geld wollte aus seiner privaten Rentenversicherung die er sich auf einmal auszahlen ließ. Anstatt der Rente hat sich der Rentner rund 16.622 Euro auszahlen lassen und diese Einmalzahlung hat er gegenüber der Kasse neben anderen Einkünften auch angemeldet.

Beiträge auf Einmalzahlung

Für die Bemessung seiner Versicherungsbeiträge hat die Kasse dann nicht nur die gesetzliche Rente des Mannes herangezogen sondern die Kasse behandelt die Auszahlung der 16.622 Euro so als würde der Rentner diese Zahlung als monatliche Rente bekommen und erhebt darauf einen Beitrag von etwa 20 Euro im Monat. Die Kasse rechnete auf die 16.622 Euro den Beitragssatz an und verteilt das auf 120 Monate, so muss der Rentner nun 10 Jahre lang 20 Euro mehr bezahlen.

Beiträge auf alle Einkünfte

Der Rentner klagte zwar vor dem Bundessozialgericht und argumentierte damit das das die Leistung aus der Rentenversicherung mit einem Sparvertrag vergleichbar sei und deshalb nicht beitragspflichtig sein darf aber das Gericht folgte den Argumenten nicht und gaben der Krankenkasse recht. Freiwillig Versicherte in der Krankenkasse müssen auf alle Einkunftsarten Beiträge für die Krankenversicherung bezahlen, deshalb sollten auch freiwillig Versicherte immer die private Krankenversicherung in Betracht ziehen, denn die kennt diese Unterschiede nicht.


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