Frau mit Kind – nach Scheidung Vollzeit arbeiten

Eine alleinerziehende Frau mit Kind muss nach einer Scheidung schneller wieder Vollzeit arbeiten wir früher.

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Es war bisher so das eine Frau mit Kind nach der Scheidung sich erst mal Zeit lassen konnte bis sie arbeiten geht, bis das jüngste Kind 8 Jahre alt war mussten die Frauen nicht arbeiten und danach eine Zeitlang einen Teilzeitjob annehmen und frühestens mit dem 15. Lebensjahr des Kindes musste die Frau Vollzeit arbeiten. Diese Regelung nannte man wegen den Jahren auch 08/15 Regelung. Hat die Frau dann keinen Job mehr gefunden musste oftmals der Mann trotzdem weiter bezahlen.

Urteil Bundesgerichtshof Nun gab es ein Urteil des Bundesgerichtshofs und nach diesem Urteil müssen Frauen künftig früher arbeiten und selber für ihren Unterhalt sorgen. Allerdings bedeutet dieses Urteil nicht das eine Frau ab dem 3. Lebensjahr des Kindes Vollzeit arbeiten muss. Überhaupt besteht noch eine große Rechtsunsicherheit seitdem vor rund einem Jahr die Unterhaltsreform von der Regierung in Kraft getreten ist. Grundsätzlich muss nach der Unterhaltsreform jeder nach einer Scheidung für sich selbst sorgen, nur wenn es Kleinkinder gibt wird dies außer Kraftgesetzt und der alleinerziehende Teil bekommt noch Betreuungsunterhalt. In der Regel ist dies die Mutter und die kann dann bis zum 3. Lebensjahr des Kindes auf alle Fälle zuhause bleiben. Aber danach bedeutet es eben nicht dass die Mutter Vollzeit arbeiten muss, der Betreuungsunterhalt kann auch verlängert werden. Es müssen wohl erst mehr Fälle vor dem Bundesgerichtshof landen damit diese Rechtsunsicherheit nach und nach geklärt wird.

Nur Teilzeitarbeit zumutbar
Bisher gab es nur ein Urteil des BGH, wo es um eine Mutter ging, die alleinerziehend zwei nicht eheliche Kinder im Alter von 10 und 8 Jahren betreut hat. Aus einer früheren Ehe hat noch ein Sohn bei der Frau gelebt, die vom Vater der beiden Kinder noch Betreuungsunterhalt verlangte. Da hat der BGH entschieden dass aufgrund der Doppelbelastung der Frau nur eine Teilzeitarbeit zuzumuten war und sie weiter noch einen Betreuungsunterhalt bekomme. In diesem Fall hat der BGH anders entschieden, das Kind lebte seit der Trennung bei seiner Mutter und wurde schon im Kindergarten ganztags betreut und auch nun besucht er nachmittags nach der Schule einen Hort. Nun wollte der Vater des 7 jährigen Kindes keinen Betreuungsunterhalt für die Frau bezahlen also nur nach für seinen Sohn. Der Vater bekam Recht, da die Frau verpflichtet sei ihre 70 Prozent Stelle auf einen Vollzeitjob auszuweiten.

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