Fragen zur Lebensversicherung

Es gibt wohl nur wenige die keine Lebensversicherung haben obwohl diese sicherlich nicht immer eine gute Anlage für die Altersvorsorge ist.

Die Lebensversicherung ist wohl nicht kleinzukriegen, denn noch immer hat fast jeder Deutsche eine oder mehrere Lebensversicherungen und mit der Einführung der Abgeltungsteuer nächstes Jahr ist den Verkäufern wieder ein Steuerargument in die Hand gelegt worden.
Inzwischen werden viel fondsgebundene Lebensversicherungen verkauft und diese haben nächstes Jahr den Vorteil dass bei einer Mindestlaufzeit von 12 Jahren und wenn das 60. Lebensjahr erreicht wird nur 50 Prozent des Ertrages versteuert werden.
Aber dies bedeutet natürlich nicht dass eine Lebensversicherung mehr Ertrag macht als zum Beispiel eine Anlage in Investmentfonds.
Etwa 1,2 Millionen Lebensversicherungen werden jährlich gekündigt oder verkauft und dabei verliert der Kunde immer viel Geld unabhängig ob sie gekündigt oder verkauft wird.
Das Problem bei der Lebensversicherung sind zu Beginn sicherlich die hohen Abschlusskosten, die zwar nun auf längere Zeit verteilt werden müssen aber dadurch kaum geringer werden. Wird die Lebensversicherung vorzeitig gekündigt oder verkauft verliert man den Schlussüberschussanteile und bezahlt noch einen Stornoabschlag.
Will man seine Lebensversicherung beleihen geht das bei entsprechendem Rückkaufswert aber man bezahlt dafür Zinsen und eigentlich bezahlt man für sein eigenes Geld dann.
Kurzum gesagt ist eine Lebensversicherung eigentlich nicht zu empfehlen und einer der wenigen Vorteile bei der Lebensversicherung ist nur die Sicherheit die man bei der Anlage zweifelsohne hat.
An sich ist zu empfehlen die Risikoabsicherung für den Todesfall getrennt von der Altersvorsorge zu machen und eine Risikolebensversicherung abzuschließen, die es bei den Direktanbietern schon zu sehr günstigen Preisen gibt.
Wer dabei auch an eine Rentenversicherung denkt sollte dabei bedenken dass die von den Überschüssen mit den aktuellen Sterbetafeln hochgerechnet ist und die werden sicherlich in 20, 30 oder mehr Jahren anders aussehen wenn man dabei an den medizinischen Fortschritt denkt.