Fitnessvertrag aus wichtigem Grund kündigen

Der Herbst hat Einzug gehalten, der Winter steht schon fast vor der Tür. Wer sich jetzt fit und gesund halten will, geht ins Fitnessstudio, um die Muskeln geschmeidig zu halten. Dazu muss man einen Fitnessvertrag abschließen, der meist eine lange Laufzeit hat. Leider können diese nur aus wichtigem Grund vor Laufzeitende gekündigt werden.

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Fit durch den Herbst, gesund in den Winter. Wer keine Lust hat, durch Pfützen zu joggen und sich dabei im Dunkeln noch die Beine zu brechen, wird schnell mal Kunde bei einem der Fitnessstudios, die ja wie Pilze aus dem Boden schießen. Nur ein kurzes Probetraining und schon kanns losgehen. Ach nein, stopp! Erst muss man ja den Vertrag abschließen. Auch kein Problem. Die zu vereinbarende Lautzeit, macht einem kein Problem. Schließlich ist man motiviert und engagiert, was die eigene Gesundheit und die Figur angeht.

Automatische Verlängerung

In der Regel beläuft sich eine solche Laufzeit auf an die 12 Monate. Eine Kündigung vor Ablauf dieses Jahres ist meist nicht möglich. Im Gegenteil, ähnlich wie bei einem Zeitschriften-Abo ist es sogar so, dass sich der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, wenn man nicht rechtzeitig vor Ablauf der Grundlauftzeit kündigt. Diese Frist liegt zwischen 14 Tagen und mitunter sogar einem halben Jahr. Was aber, wenn man krank wird, arbeitslos oder in eine andere Stadt umziehen muss. Es kann ja wohl kaum zumutbar sein, mit einer Bansdcheibenverletzung Bauch-Beine-Po-Kurse absolvieren zu müssen oder gar 200 Kilometer zum Training fahren zu müssen.

Wenn der Weg zu weit ist

Und tatsächlich, laut verschiedener Urteile gibt es wichtige Gründe, die eine vorzeitige Kündigung des Fitnessvertrages möglich machen. Das kann z. B. ein Umzug sein. Dabei reicht es sogar, wenn man nur den Stadtteil verlässt. Laut dem OLG Frankfurt, Az.: 6 U 164/93 kommt man nämlich sofort aus dem Vertrag heraus, wenn das Studio nur noch mit großem Aufwand erreicht werden kann. Auch wer krank wird, kann den Fitnessvertrag kündigen. Natürlich kann das Studio dann aber den Nachweis durch ein ärztliches Attest verlangen. Ausnahme: Die Erkrankung bestand schon bei Abschluss des Vertrages, dann ist eine Kündigung nur bei einer ebenfalls nachzuweisenden Verschlechterung möglich. Wieder anders sieht es im Fall einer Schwangerschaft aus. Hier kann das Studio auch auf ein kostenfreies Ruhen des Vertrages bestehen, der sich so aber automatisch verlängert. Ändert der Studio-Betreiber die Trainingszeiten oder ähnliches, kann ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht möglich sein. Sinnvoll ist es in einem solchen Fall, dem Studio die Möglichkeit zu geben, Abhilfe zu schaffen und erst dann zu kündigen.

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