Finanzamt – Weg zur Arbeit absetzen

Den Weg zur Arbeit absetzen und vom Finanzamt Geld zurückzubekommen, ist für viele der einzigste Weg die hohen Spritkosten ein wenig erträglicher zu machen.

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Da die Spritpreise aktuell sehr hoch sind, ist der Weg zur Arbeit für viele eine Belastung. Dann überlegt man sich schon ob man nicht den kürzesten Weg zur Arbeit nimmt um eben Geld zu sparen. Doch nun ist auf dem kürzesten Weg regelmäßig morgens ein Stau und fährt man über die Autobahn sind es zwar einige Kilometer mehr, doch man ist auf alle Fälle schneller als auf dem kürzeren Weg. Da man den Weg zur Arbeit absetzen kann beim Finanzamt, stellt sich die Frage ob das Finanzamt den längeren Weg zur Arbeit anerkennt.

Urteil Bundesfinanzhof Az.: VI R 19/11 und VI R 46/10

Im Finanztest Heft Mai 2012 steht ein Beispiel über eine Frau die einen Umweg von 5 Kilometer in Kauf nimmt um schneller bei ihrer Arbeit zu sein. Normalerweise wäre der Weg zur Arbeit für die Frau 20 Kilometer, durch den Umweg über die Autobahn sind es 25 Kilometer. Wird der längere Weg vom Finanzamt anerkannt, sind es für die Frau im Jahr 103 Euro mehr Steuererstattung.

Entfernungspauschale nur einmal pro Tag

Pro Tag gibt es allerdings die Entfernungspauschale nur einmal. Wie im gleichen Bericht im Finanztest Mai 2012 steht, wollte ein Musiker die Fahrt zur Arbeit zweimal berechnen, weil er zur Probe und dann abends zur Aufführung zweimal den Weg zurücklegen musste. Das Urteil dazu Az. 4 K 3301/09.

Glaubwürdig muss es sein

Es muss vom Arbeitnehmer schon glaubwürdig rübergebracht werden, dass die benutzte längere Strecke verkehrsgünstiger ist und natürlich auch regelmäßig die längere Strecke gefahren wird. Ist nachweisbar dass auf der kürzeren Strecke sehr oft Stau ist oder Verkehrsbehinderungen bestehen durch Baustellen, dann wird das Finanzamt auch den längeren Weg zur Arbeit anerkennen.

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