Finanzamt Kosten für Dienstreisen Werbungskosten absetzen

Oft streicht das Finanzamt Kosten für Dienstreisen, weil die Reise nicht nur geschäftlich ist sondern auch privat, und dies will das FA dann nicht als Werbungskosten anerkennen.

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Bei Dienstreisen schaut das Finanzamt oft genau hin und lehnt auch gerne mal ab wenn Kosten als Werbungskosten angesetzt werden. Aber man muss es nicht immer akzeptieren, wie auch Finanztest in der Ausgabe März 2010 schreibt.

Bei Reisekosten gegen das Finanzamt wehren

Die Steuerzahler gewinnen mehr und mehr vor Gericht wenn sie sich wehren gegen das Finanzamt. Ein Arbeitnehmer hat beim Bundesfinanzhof erreicht (Beschluss GrS 1/06) dass er höhere Kosten absetzen kann für seine Reise zu einer Computermesse in Las Vegas. Das Finanzamt kam zu der Ansicht keine Flugkosten anerkennen zu müssen, weil der Arbeitnehmer nicht nur auf der Computermesse sondern auch noch privat unterwegs war. Er landete Freitags in Las Vegas und war von Montag bis Donnerstag auf der Computermesse und reiste erst wieder am Samstag nach Deutschland zurück.

Aufteilung der Kosten bei allen Reisen möglich

Das Finanzgericht in Köln war anderer Meinung als das Finanzamt und hat dem Arbeitnehmer vier Siebtel der Kosten anerkannt. Dies hat der Zeit entsprochen die der Kläger beruflich in Las Vegas unterwegs war. Das Finanzgericht hat außerdem noch die Kosten für 4 Übernachtungen und die Verpflegungspauschale für 5 Tage zum Abzug genehmigt. Genau diese Aufteilung hat der große Senat des BFH jetzt bestätigt. Wichtig ist dabei was der BFH bekannt gab, denn nach dem BFH ist die Aufteilung der Kosten bei allen Reisen möglich, bei der die Zeit die beruflich aufgebracht wurde und eben der Bezug zur Arbeit klar ersichtlich ist.

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