Festbetrag

Definition:  Der Festbetrag ist der Betrag, mit dem die Krankenkassen so genannte Erstattungshöchstbeträge festlegen.

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Jeder kennt die Zuzahlung in der gesetzlichen Krankenversicherung, die er leisten muss, wenn er sich ein rezeptpflichtiges Medikament in der Apotheke holt. Mitunter kommt es aber sogar dazu, dass man neben der Zuzahlung auch noch einen Betrag auf das Medikament drauf zahlen muss. Dann übersteigt der Preis des Arzneimittels vermutlich den so genannten Festbetrag. Der verschreibende Arzt muss seinen Patienten darüber allerdings informieren.

Der Patient zahlt drauf
Die Festbetragsregelung wurde 1989 mit dem Gesundheitsreformgesetz auf den Weg gebracht. Diese auch Erstattungshöchstbeträge genannten Beträge werden von den Krankenversicherungen gemacht. Ist ein Präparat teurer, muss der Patient entweder draufzahlen oder auf ein wirkstoffgleiches, ähnliches oder therapeutisch vergleichbares, aber eben preiswerteres Medikament zurückgreifen. Diese Mittel werden in Festbetragsgruppen zusammengefasst.

Pharmafirmen reagieren
In der Zwischenzeit hat die Festbetragsregelung dazu geführt, dass sich auch die Pharmafirmen bei der Preisgestaltung an den Beträgen, die die Krankenkassen vorgeben, orientieren. Denn die Erfahrung zeigt, dass sich Medikamente, die den Festbetrag übersteigen, nicht auf Dauer auf dem Markt durchsetzen können.


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