Falscher Steuerbescheid – was ist zu tun

Wenn man nach Eingang des Steuerbescheides durch das Finanzamt feststellt, dass dieser nicht stimmen kann, weil verschiedene Ausgaben nicht anerkannt wurden und die Rückzahlung wesentlicher niedriger ausfällt, kann man innerhalb von einem Monat Widerspruch einlegen.

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Man füllt seinen Steuerbescheid nach bestem Wissen aus und erhält als Post vom Finanzamt, dass man weniger Geld zurück bekommt, als man erwartet hat. Was kann man dann tun?

Widerspruch möglich

Tritt der Fall ein und das Finanzamt schickt einem einen Steuerbescheid, der unter dem liegt, was man selbst errechnet hat, so sollte man nochmals genau hinschauen. Laut Aussage des Steuerzahlerbundes ist ein Drittel der Steuerbescheide falsch und man kann nach Einlegen eines Widerspruchs und einer erneuten Prüfung durch das Finanzamt nachträglich mit einer höheren Erstattung rechnen. Wichtig ist, dass man innerhalb einer Frist von einem Monat den Widerspruch beim Finanzamt schriftlich geltend machen muss, wobei auch die handschriftliche Form ausreichend ist. Lohnenswert ist dies vor allem dann, wenn ein Freibetrag keine Berücksichtigung gefunden hat oder eine Ausgabe nicht anerkannt wurde. Selbst, wenn man selbst vergessen hat etwas geltend zu machen, kann man dies auf diesem Wege nachreichen und eine Korrektur des Steuerbescheides verlangen.

Frist einhalten

Ganz wichtig um Forderungen aufrecht zu erhalten, ist die Frist von einem Monat nach Eingang des Steuerbescheides einzuhalten. Selbst, wenn man selbst die Begründung nicht nachreichen kann oder einfach nicht weiß, warum das Finanzamt einen geringeren Rückzahlungsbetrag errechnet hat, kann man erstmal formlos Widerspruch einlegen und bemerken, dass man die Begründung nachreicht. Dies ist ausreichend und die Frist ist gewahrt. Danach kann man sich bei fachkundigen Personen genauen Rat einholen.

Wer hilft?

Eine Möglichkeit ist die Mitgliedschaft in einem Lohnsteuerhilfeverein, dessen Beitrag nach dem Einkommen des Mitgliedes berechnet wird. Der Verein erledigt auf Wunsch alle Steuerangelegenheiten von Arbeitnehmer, wozu natürlich auch die Prüfung des Steuerbescheides und im Falle der Notwendigkeit auch die Bearbeitung des Widerspruches beinhaltet ist. Dies kann sich sehr lohnen, denn hier hat man es mit erfahrenen Experten zu tun. Eine andere Variante ist die Beratung durch den Steuerberater, der in der Regel jedoch ein wesentlich höheres Honorar hierfür erhält. Lohnen kann sich dies in komplizierteren Fällen, wie bei Selbständigen oder Personen mit mehreren Einnahmequellen. Für Geübte tut es unter Umständen auch eines der Steuerprogramme für den PC, die schon günstig zu haben sind. Jedoch sollte man in diesem Fall wenigstens über Grundkenntnisse im Steuerrecht verfügen.

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