Falsche Steuerbescheide – Bundesrechnungshof warnt

Achtung! Prüfen Sie Ihre Steuerbescheide. Viele von ihnen könnten falsch sein. Auch der Bundesrechnungshof hat hier Sorge. Dann muss der Steuerzahler rechtzeitig Einspruch erheben.

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Es ist der alljährliche Albtraum des deutschen Steuerzahlers. Die Einkommenssteuer! Da quält man sich, sortiert und rechnet, bis man endlich – fristgerecht – die Einkommensteuer fertig hat und beim Finanzamt abgibt. Beim Erhalt des Steuerbescheids sollte man Vorsicht walten lassen. Denn auch in diesem Jahr könnten viele der Bescheide wieder mangelhaft sein. Das befürchtet sogar der Bundesrechnungshof


Belege auf dem Tisch, Stimmung im Keller

In den meisten Familien ist es das gleiche Bild. Belege stapeln sich auf Wohnzimmerböden und Küchentischen. Die Stimmung ist im Keller. Alle Erwachsenen sind gereizt! Ja, es ist wieder Steuerzeit. Hat man alles beisammen und dank der üblichen Steuerhilfs-PC-Programme ausgefüllt, bleibt nur hoffen oder bangen. Ist alles in Ordnung? Muss man zahlen oder bekommt gar Geld zurück? Endlich kommt der Steuerbescheid ins Haus geflattert. Aber ist er auch richtig? Wer sich unsicher ist, sollte den Steuerbescheid lieber sorgfältig prüfen und rechtzeitig Einspruch erheben.

Auf die Werbungskosten achten

Der Bundesrechnungshof fordert wieder einmal die Vereinfachung des Steuerrechts. Denn auch in diesem Jahr wird wieder der eine oder andere Steuerbescheid schlicht falsch sein. Das liegt unter anderem an der schwierigen Personalsituation in unseren Finanzämtern, die nun durch das sogenannte Risikomanagement entlastet werden soll. Dabei handelt es sich um ein programmgesteuertes System, das selbst entscheidet, ob die vorliegende Steuererklärung maschinell oder per Hand vom Steuerfachmann erledigt werden kann. Dabei kommt es zu fehlerhaften Prüfungen vor allem im Bereich der Werbungskosten. Wer also vermeintlich zu viel zurückzahlen muss, sollte besser noch mal nachrechnen. So wendet sich in vielen Fällen einiges doch noch zum Guten. Die hierfür gültige Frist von einem Monat nach Erhalt (Poststempel plus drei Tage) des Bescheides muss eingehalten werden. Ausnahme: Wer ohne schuldhaftes Verhalten wie z. B. einen Krankenhausaufenthalt diese Frist nicht einhalten kann, kann die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragen und erhält dann nochmals vier Wochen Zeit.

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