Falschangaben des Vertreters – Versicherte nicht verantwortlich

Wer eine Versicherung abschließen will, muss absolut ehrlich sein. Verschweigt der Vertreter gegenüber der Versicherung Angaben, ist der Versicherte dafür nicht verantwortlich.

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Zusatzversicherungen werden heute immer wichtiger. Denn die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen beschränken sich häufig auf Standardbehandlungen und altbackene Therapien. Wer hier ein bisschen Gesundheitsluxus will oder zumindest eine adäquate und moderne medizinische Versorgung, dem bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als sich an die Versicherung der Wahl zu wenden und mit monatlichen Beiträgen den Versicherungsschutz für sich selbst privat zu verbessern.

Ehrlich währt am längsten Ganz so einfach ist das aber in der Regel nicht. Wer blickt schon durch, im Dschungel der Versicherungsklauseln und Policen. In einem persönlichen Gespräch geht alles besser. Auch wenn man sich schon für ein Versicherungsunternehmen entschieden hat. Also lädt man den Versicherungsvertreter des Vertrauens auf einen Kaffee ein und hofft darauf, dass er einen richtig berät. Natürlich nicht ohne Risikoprüfung und Gesundheitsfragen. Hier ist es ratsam, absolut ehrlich zu sein.

Auge und Ohr
Denn wer hier mit Angaben hinter dem Berg hält, schneidet sich ins eigene Fleisch. Macht man Falschangaben, die die Versicherung nach Abschluss des Vertrags aufdeckt – und das wird sie, da kann man sich sicher sein – hat man ein Problem. Zum Einen muss man bereits durchgeführte medizinische Leistungen selbst zahlen, zum Anderen wird der Vertrag fristlos gekündigt und im schlimmsten Fall wird sogar eine Konventionalstrafe fällig. Was aber, wenn der Vertreter schlampt und er derjenige ist, der die Versicherung nicht vollständig aufgeklärt hat? Laut Bundesgerichtshof ist das nicht das Problem des Versicherten. Jedenfalls dann, wenn der Versicherte beweisen kann, dass er alle Angaben wahrheitsgemäß gemacht hat. In der Entscheidung der Richter (Az.: IV ZR 130/09) ist der Versicherungsvertreter „Auge und Ohr des Versicherers“. Der Versicherte kann dann nicht haftbar gemacht werden.

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