Fahrzeug abgemeldet – Schaden – Benzinklausel

Ist ein Fahrzeug abgemeldet muss man aufpassen bei einem Schaden, dabei spielt die Benzinklausel eine wichtige Rolle.

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Ein Mann hat sein Fahrzeug abgemeldet und irgendwann an diesem Fahrzeug herumgebastelt. Beim Zünden des Motors kam es zu einem Brand, der das Fahrzeug beschädigte und auch noch ein fremdes Gebäude.
 

Auto war abgemeldet

Das Auto war ja abgemeldet so wollte der Hobbybastler von seiner Privathaftpflichtversicherung, dass diese den Schaden übernimmt. Die Versicherung schüttelte allerdings den Kopf, laut einem vom ADAC veröffentlichten Urteil des OLG Düsseldorf ( Az. I-4 U 191/07) vom 27.06.2008, muss die Versicherung den Schaden der durch ein nicht zugelassenes Fahrzeug verursacht wird, nicht bezahlen. Dabei geht es um die so genannte *Benzinklausel* , die besagt dass eine Privathaftpflichtversicherung nicht für einen Schaden gerade stehen muss, der beim Gebrauch eines KFZ entstanden ist, weil in einem solchen Fall die Haftpflichtversicherung des KFZ greift.


Halter des Fahrzeugs muss selbst bezahlen

Da diese bei dem abgemeldeten Fahrzeug nicht vorhanden war, muss der Halter des Fahrzeugs den Schaden selbst bezahlen. Daran hat der Hobbybastler sicher nicht gedacht und in der Regel werden wohl die meisten Menschen nicht an solche Deckungslücken denken. Der ADAC empfiehlt deshalb, dass an einem abgemeldeten Fahrzeug keinerlei Arbeiten durchgeführt werden um eben solche Schäden zu vermeiden. Wenn trotzdem Arbeiten oder Reparaturen unbedingt notwendig sind, sollte entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen oder über ein Kurzzeitkennzeichen nachdenken.

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