Fahrtkostenerstattung für den Arztbesuch

Fahrtkosten aus medizinisch zwingend notwendigen Gründen, wie den Arztbesuch, kann man mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen. Hierbei können auch Fahrten mit dem privaten PKW unter Berücksichtigung der Umstände geltend gemacht werden.

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Innerhalb der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen gibt es auch die Möglichkeit, Fahrtkosten, die im Zusammenhang mit medizinisch notwendigen Leistungen stehen, abzurechnen. Übernommen werden hier die Kosten für die Fahrten, sie aus zwingend medizinischen Gründen stattfinden, so zum Beispiel bei Leistungen, die stationär erbracht werden. Auch bei Rettungsfahrten zum Krankenhaus, wenn keine stationäre Behandlung folgt, ebenso bei Krankentransporten, wenn die fachliche Betreuung während der Fahrt oder der Transport in einem Krankenwagen aus medizinischer Sicht notwendig ist.

Erste und letzte Fahrt Eigenbeteiligung

Auch Fahrten zu einer ambulanten Behandlung sowie Fahrten zu einer vor- oder nachstationären Behandlung oder aber einer ambulanten Operation im Krankenhaus können abrechnungsfähig sein, wenn dadurch eine stationäre oder teilstationäre Krankenhausbehandlung ganz vermeidbar ist oder verkürzt wird. Finden mehrere erforderliche Behandlungstermine innerhalb eines Leistungsfalles statt, so ist die Eigenbeteiligung des Versicherten auf die erste und letzte Fahrt beschränkt.

Medizinischen Notwendigkeit

Die Art des Fahrzeuges ist abhängig von der medizinischen Notwendigkeit im individuellen Fall. Benutzt man ein öffentliches Verkehrsmittel, so wird der Fahrpreis anerkannt und ansonsten wird nach den Vorschriften über die Versorgung mit Krankentransportleistungen abgerechnet. Bei Verwendung eines privaten PKW wird der jeweils gültige Satz nach dem Bundesreisekostengesetz, derzeit 0,20 Euro pro Kilometer, ersetzt, hier jedoch höchstens die Kosten für ein erforderliches Transportmittel. Grundsätzlich ist es sinnvoll sich Fahrten aus medizinischen Gründen von der Krankenkasse im Vorfeld genehmigen zu lassen, denn sonst könnte es sein, dass die Kasse die Kosten nicht ersetzt.

Verordnungsfähig für Patienten

Genehmigungen für Fahrten zu ambulanten Behandlungen wurden stark eingeschränkt, sind jedoch weiter verordnungsfähig für Patienten, bei denen aufgrund ihrer Krankheit die Behandlung zwingend notwendig ist, wie zum Beispiel die Dialysebehandlung oder eine Strahlentherapie. Ist ein Patient schwerwiegend in seiner Mobilität eingeschränkt, zum Beispiel wenn ein Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG, BL und H ausgestellt wurde oder eine Pflegebedürftigkeit nach Stufe II oder III vorliegt oder der Arzt eine Bescheinigung mit einer vergleichbaren Einschränkung der Mobilität ausstellt, so können Fahrten zur ambulanten Behandlung übernommen werden.

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