Fahrradbesitzer haftet für Parkschäden

Auch wenn ein Fahrrad von alleine umfällt und dabei ein anderes Fahrzeug zerkratzt oder anderweitig beschädigt haftet der Fahrradbesitzer.

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Fahrrad fahren ist gesund, umweltfreundlich, sparsam und bequem. Zumindest solange nichts passiert. Ein Unfall mit dem Fahrrad ist gefährlich, vor allem im Straßenverkehr. Weniger gesundheitsgefährdend, dafür aber teuer wird so ein Fahrradunfall meist dann, wenn das Rad von alleine umfällt und dabei ein anderes Fahrzeug womöglich ein Auto zerkratzt. Denn in diesem Fall haftet der Radbesitzer.

Fahrrad gut fixieren

Der Lack war ab

Wieder einmal landete ein haftungsfraglicher Fall vor Gericht. Es handelte sich dabei um einen Radunfall. Der Fahrradbesitzer stellte seinen Drahtesel in ungefähr einem Meter Entfernung zu einem parkenden Auto ab und ging dann seiner Wege. Dies tat das Fahrrad in der darauffolgenden Zeit auch. Es kippte um. Und zwar direkt auf den benachbarten Wagen. Es kam, was kommen musste: Der Lack war ab – natürlich der vom Auto. Was wiederum den Autohalter verärgerte.

Die Kosten, die durch den Lackschaden entstanden sind, meinte er, müsse der Radbesitzer bezahlen. Dieser hielt dagegen. Was wisse denn er, wie es zu dem Schaden kam. Vielleicht habe ja irgendjemand das Fahrrad umgeschmissen. Er zahle nicht.

Lack war ab

Richter auf Seite des Autohalters

Den Richtern des Amtsgerichts Düsseldorfs war diese Argumentation schnuppe. Sie waren der Ansicht, dass jeder so auf sein Fahrrad aufpassen muss, dass eben nichts passieren kann. Am besten man schließt das Rad fest an, so dass es – auch von fremder Hand oder dem Wind – nicht entfernt werden kann, um damit Schindluder zu treiben (Az.: 45 C 8793/11).

Grundsatzcharakter hat das Urteil zur Haftung in einem solchen Fall nicht. Denn in einem anderen Fall, an dem ein fallendes Motorrad beteiligt war, entschied das Gericht vollkommen gegensätzlich (Az.: 7 S 11/09).

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